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Was ändert sich 2027 bei der Steuer? Grundfreibetrag mit Status

Der Grundfreibetrag steigt laut Regierungsentwurf 2027 auf 12.564 Euro. Was beschlossen ist, was nur geplant ist und welche Fristen 2027 gelten.
Zwei Studentinnen auf dem Campus im Herbst

Inhalt

Was sich 2027 bei der Steuer ändert, hängt vor allem an einer Zahl: Dem Grundfreibetrag. Er bezeichnet das zu versteuernde Einkommen, bis zu dem keine Einkommensteuer anfällt. Für 2027 sieht der Regierungsentwurf zur Einkommensteuerreform einen höheren Betrag vor, das Gesetz ist aber noch nicht verabschiedet.

Kurz beantwortet: Der Grundfreibetrag steigt nach dem Regierungsentwurf von 12.348 Euro (2026, amtlich) auf 12.564 Euro (2027). Das Bundeskabinett hat den Entwurf am 2. September 2026 beschlossen. Bundestag und Bundesrat müssen ihn noch beraten und beschließen. Stand: November 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Grundfreibetrag für 2026 beträgt 12.348 Euro und ist amtlich festgelegt (§ 32a EStG).
  • Der Regierungsentwurf nennt 12.564 Euro für 2027 und 12.900 Euro für 2028. Beides ist noch kein Gesetz.
  • Das Kindergeld soll 2027 auf 267 Euro je Kind und Monat steigen, bisher sind es 259 Euro. Auch das ist Teil des Entwurfs.
  • Für die Steuererklärung 2026 ohne Steuerberater endet die Frist am 2. August 2027.
  • Die Besteuerung von Kryptogewinnen ohne Haltefrist steht im Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums. Ein Gesetz gibt es dazu noch nicht.
  • Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag liegt 2026 bei 1.230 Euro. Eine Erhöhung für 2027 ist angekündigt, der neue Betrag steht aber noch nicht fest.

Wie hoch ist der Grundfreibetrag 2027?

Der Grundfreibetrag ist der Betrag, den du im Jahr steuerfrei verdienen kannst, bevor Einkommensteuer anfällt. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen, also das Einkommen nach Abzug der Werbungskosten, Sonderausgaben und weiterer Abzüge.

VeranlagungsjahrGrundfreibetragStatusQuelle
202612.348 Euroamtlich, § 32a EStGgesetze-im-internet.de
202712.564 EuroRegierungsentwurf, Kabinett 2. September 2026bundesregierung.de
202812.900 EuroRegierungsentwurfbundesregierung.de

Annahme: Dein zu versteuerndes Einkommen beträgt 2027 genau 12.564 Euro. Dann fällt nach dem Entwurf keine Einkommensteuer an. Liegt es darüber, greift der progressive Tarif nach § 32a EStG.

Was gilt bei Nebenjob und erstem Job?

Bei Nebenjob und Berufseinstieg zählt steuerlich der Jahresverdienst insgesamt, nicht der einzelne Monatslohn. Die Lohnsteuer wird zwar laufend einbehalten, am Jahresende kann sich aber eine Erstattung oder eine Nachzahlung ergeben. Wie du einen Freibetrag eintragen lässt, zeigt Lohnsteuer-Freibetrag beim Finanzamt eintragen lassen.

Ob sich der Aufwand lohnt, hängt vom Einkommen und von den Abzügen ab. Die Schritte für den ersten Job fasst Steuer-Checkliste für den ersten Job: Diese Unterlagen brauchst du zusammen, der Lohnsteuer-Jahresausgleich ist in Lohnsteuerjahresausgleich: Wann sich der Antrag beim Arbeitgeber lohnt erklärt.

Welche Steuerpläne sind beschlossen und welche nur geplant?

Nicht jede Änderung ist gleich weit. Die folgende Übersicht trennt den jeweiligen Stand: Beschlossen mit Datum, im Verfahren oder nur geplant.

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Wann ist die Steuererklärung 2026 fällig?

Die Regelfrist für die Steuererklärung 2026 ohne Steuerberater ist der 31. Juli 2027. Da dieser Tag ein Samstag ist, endet die Frist nach § 108 Abs. 3 AO am nächsten Werktag, also am 2. August 2027. Mit einem Steuerberater verlängert sich die Frist, die Details stehen in Steuererklärung mit Steuerberater: Fristverlängerung erklärt.

So bereitest du die Erklärung vor:

  1. Trage den 2. August 2027 als Abgabefrist ohne Steuerberater in deinen Kalender ein.
  2. Sammle Lohnsteuerbescheinigung, Belege und Nachweise laufend. Welche Unterlagen für den ersten Job gebraucht werden, zeigt Steuer-Checkliste für den ersten Job: Diese Unterlagen brauchst du.
  3. Prüfe vorab, ob sich eine Erklärung für dich lohnt. Dazu hilft Steuererklärung ohne Steuerberater: Lohnt sich das für Studierende?.

Welche Abzüge für Studierende zählen?

Im Studium geht es steuerlich meist um Werbungskosten aus dem Nebenjob und um Ausgaben rund um die Ausbildung. Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro (2026, § 9a EStG) wird ohne Einzelnachweis berücksichtigt. Darüber hinausgehende Kosten musst du nachweisen.

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Welche Regeln gelten für Familien und Kinder?

Der Regierungsentwurf sieht für 2027 ein Kindergeld von 267 Euro je Kind und Monat und einen Kinderfreibetrag von 10.056 Euro vor. Beides ist noch nicht beschlossen. Ob der Freibetrag oder das Kindergeld für dich günstiger ist, prüft das Finanzamt bei der Veranlagung. Das erklärt Kindergeld oder Kinderfreibetrag: Welche Günstigerprüfung 2027 zählt.

Häufige Fragen

Steigt der Grundfreibetrag 2027 tatsächlich?

Laut Regierungsentwurf ja, auf 12.564 Euro. Der Entwurf ist im Kabinett beschlossen, gilt aber erst nach Verabschiedung und Verkündung. Bis dahin ist 12.348 Euro der amtliche Wert für 2026.

Muss ich 2027 schon etwas tun?

Aus dem Entwurf ergibt sich für dich kein unmittelbarer Schritt. Eine Ausnahme ist der Lohnsteuer-Freibetrag, den du selbst beim Finanzamt beantragst. Die Schritte stehen in Lohnsteuer-Freibetrag beim Finanzamt eintragen lassen.

Gilt die Besteuerung von Kryptogewinnen ab 2027 schon?

Nein. Die Pläne stehen im Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums. Ein Referentenentwurf ist noch kein Gesetz, und die Regeln können sich bis zur Verabschiedung ändern. Details stehen in Krypto-Gewinne ab 2027 mit 25 Prozent: Rechenbeispiel für den Entwurf.

Wo finde ich verbindliche Zahlen?

Den Gesetzestext findest du auf gesetze-im-internet.de. Den Stand des Gesetzgebungsverfahrens zeigt bundesregierung.de. Für deine persönliche Steuerlast ist die Veranlagung beim Finanzamt maßgeblich.

So gehst du jetzt vor

  1. Trage die Frist für die Steuererklärung 2026 ein, ohne Steuerberater ist das der 2. August 2027.
  2. Prüfe, ob für dich ein Lohnsteuer-Freibetrag sinnvoll ist (Lohnsteuer-Freibetrag beim Finanzamt eintragen lassen).
  3. Sammle Belege laufend, auch für Werbungskosten im Nebenjob (Werbungskostenpauschale für Studierende: Was sie bringt).
  4. Verfolge das Gesetzgebungsverfahren, bevor du Entscheidungen auf geplante Beträge stützt.

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Quellen: § 32a EStG, Stand 2026; Einkommensteuerreform 2027, Regierungsentwurf, Kabinett 2. September 2026; § 149 AO, abgerufen 02.11.2026; § 9a EStG, Stand 2026.

Stand: November 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und keine individuelle Beratung.

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