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Hochschulzulassung und Quoten: Was die Anteile bedeuten

Bei zulassungsbeschränkten Fächern entscheiden Quoten über den Zugang. So verstehst du Vorab-, Abiturbesten- und Auswahlquote und erkennst, was die Wartezeit heute bedeutet.
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Inhalt

Wer sich für ein zulassungsbeschränktes Studium bewirbt, stößt schnell auf Begriffe wie Vorabquote, Abiturbestenquote oder Auswahlquote. Die Hochschulzulassung mit Quoten regelt, wie die verfügbaren Plätze auf verschiedene Bewerbergruppen verteilt werden. Dieser Ratgeber erklärt die Begriffe, zeigt die Anteile anhand der Angaben einer Hochschule und hilft dir einzuordnen, welche Quote für dich überhaupt in Frage kommt.

Kurz beantwortet: Bei Bewerbungen über Hochschulstart werden zunächst Sonderquoten abgezogen, danach verteilt sich der Rest auf die Abiturbestenquote mit 30 Prozent je Studienort, die zusätzliche Eignungsquote mit 10 Prozent der bundesweiten Plätze und das Auswahlverfahren der Hochschulen mit 60 Prozent. Die Universität Hamburg gibt den Stand 8. Oktober 2026 an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor der Hauptverteilung werden Sonderquoten abgezogen, etwa für Härtefälle oder Zweitstudienbewerbende.
  • Die Abiturbestenquote macht nach Angabe der Universität Hamburg 30 Prozent je Studienort aus.
  • Die zusätzliche Eignungsquote mit 10 Prozent richtet sich nach schulnotenunabhängigen Kriterien der Hochschulen.
  • Im Auswahlverfahren der Hochschulen, mit 60 Prozent der Plätze, gelten hochschuleigene Kriterien.
  • Die Wartezeit spielt laut Universität Hamburg seit dem Sommersemester 2022 keine Rolle mehr.

Welche Quoten gibt es bei der Vergabe über Hochschulstart?

Die Universität Hamburg beschreibt das Auswahlverfahren von hochschulstart.de und unterscheidet zwischen Sonderquoten, die vorab abgezogen werden, und Hauptquoten, die aus den verbleibenden Plätzen vergeben werden. Die Tabelle gibt die Angaben der Seite in ihrer Gliederung wieder.

QuoteAnteil laut Universität HamburgWas dahintersteckt
Ausländer ohne Gleichstellung mit Deutschen5 Prozent (vorab)Sonderquote, je Studienort abgezogen
Zweitstudienbewerbende3 Prozent (vorab)Sonderquote, je Studienort abgezogen
Härtefälle2 Prozent (vorab)Sonderquote, je Studienort abgezogen
Von der Bundeswehr BenannteMedizin 2,2 Prozent, Zahnmedizin 1,4 Prozent, Tiermedizin 0,1 Prozent, Pharmazie 0,5 Prozent (vorab)Sonderquote nach Studienfach
Beruflich Qualifizierte ohne sonstige Studienberechtigung0,2 Prozent (vorab, Landesquote in Hamburg)Die Seite nennt diese Quote für Hamburg
Abiturbestenquote30 Prozent je StudienortAbiturgesamtnote, bundesweit gerankt
Zusätzliche Eignungsquote10 Prozent der bundesweiten PlätzeSchulnotenunabhängige Kriterien der Hochschulen
Auswahlverfahren der Hochschulen60 ProzentHochschuleigene Kriterien

Die Tabelle zeigt zwei Ebenen. Oben stehen die Sonderquoten, die vorab abgezogen werden, unten die Hauptquoten für den verbleibenden Rest. Für deine Bewerbung ist meist entscheidend, in welche Quote du fällst. Wer etwa die Voraussetzungen einer Sonderquote erfüllt, bewirbt sich in einem anderen Verfahren als jemand mit einer Bewerbung nach Abiturnote.

Was bedeutet die Vorabquote?

Die Vorabquote fasst die Sonderquoten zusammen, die vor der eigentlichen Verteilung abgezogen werden. Laut Universität Hamburg werden diese Anteile je Studienort abgezogen, bevor die Hauptquoten gebildet werden. Dazu gehören die Quoten für Bewerbende ohne deutsche Gleichstellung, für Zweitstudienbewerbende, für Härtefälle, für von der Bundeswehr Benannte und in Hamburg für beruflich Qualifizierte.

Ob du unter eine dieser Gruppen fällst, musst du im Einzelfall klären. Die Voraussetzungen beschreibt die Hochschule, bei der du dich bewirbst. Achte besonders auf Nachweise, denn ohne sie kann die Zuordnung nicht erfolgen.

Was ist die Abiturbestenquote?

Die Abiturbestenquote vergibt 30 Prozent der Plätze je Studienort nach der Abiturgesamtnote, und die Bewerbenden werden bundesweit miteinander verglichen. Wer über diese Quote zugelassen ist, nimmt nach Angabe der Universität Hamburg nicht mehr am Auswahlverfahren der Hochschulen teil. Die Note ist deshalb für diese Quote der zentrale Faktor. Wie du deine Note bestimmst, erklärt unser Artikel zur Abiturnote umrechnen.

Was steckt hinter der Auswahlquote?

Das Auswahlverfahren der Hochschulen umfasst 60 Prozent der Plätze und folgt hochschuleigenen Kriterien. Welche Kriterien im Einzelnen zählen, unterscheidet sich je nach Hochschule und Studiengang. Welche Kriterien gelten, steht in den Angaben der jeweiligen Hochschule. Deshalb lohnt es sich, den Studiengang genau zu prüfen, bevor du dich bewirbst.

Die zusätzliche Eignungsquote liegt zwischen beiden Verfahren. Sie richtet sich laut Universität Hamburg nach Kriterien, die nicht an Schulnoten gebunden sind und von den Hochschulen festgelegt werden.

Warum die Wartezeit für viele nicht mehr zählt

Viele ältere Ratgeber beschreiben die Wartezeit als wichtiges Zugangskriterium. Die Universität Hamburg hält fest, dass die Wartezeit seit dem Sommersemester 2022 keine Rolle mehr spielt, und sie führt keine Wartezeitquote auf. Wer also in älteren Ratgebern liest, dass Wartesemester über den Zugang entscheiden, sollte diese Aussagen mit aktuellen Angaben abgleichen. Mehr zu den Mechanismen rund um NC und Wartezeit steht in unserem Artikel NC und Wartezeit im Studium: So klappt die Bewerbung.

Was die Anteile für dein Studienfach bedeuten

Die Prozentangaben wirken auf den ersten Blick wie eine Rechnung mit festen Plätzen. In der Praxis hängt die Wirkung von der Zahl der Plätze je Studienort ab. Wenn an einer Hochschule nur wenige Plätze vergeben werden, verändern schon wenige Bewerbungen in einer Quote die Lage deutlich. Deshalb lohnt es sich, die Angaben der Hochschule zu den tatsächlich vergebenen Plätzen einzusehen, statt nur die Prozentwerte zu betrachten.

Für Studieninteressierte mit einem sehr guten Abitur kann die Abiturbestenquote besonders relevant sein. Für alle anderen spielen das Auswahlverfahren der Hochschulen und die Eignungsquote eine größere Rolle. Wer dagegen die Voraussetzungen einer Sonderquote erfüllt, sollte die Nachweise frühzeitig sammeln, damit die Zuordnung ohne Verzögerung erfolgt. Die Verteilung ist damit kein Zufall, sondern folgt festen Regeln, die du nachlesen kannst.

Ein Blick auf die Prozentwerte ersetzt aber nicht die Prüfung des eigenen Studiengangs. Manche Fächer sind zulassungsfrei und fallen gar nicht unter diese Verteilung. Andere sind teilweise zulassungsbeschränkt und verwenden nur einzelne Quoten. Kläre das für jedes Fach, auf das du dich bewirbst.

Häufige Fragen

Gilt diese Verteilung für jede Hochschule?

Nein. Die Angaben stammen von der Universität Hamburg und beschreiben das Verfahren über hochschulstart.de. Hochschulen mit eigenen Verfahren, Studiengänge ohne Auswahl und einzelne Fächer können davon abweichen. Prüfe die Vorgaben der Hochschule, bei der du dich bewirbst.

Sind die Prozentanteile in jedem Jahr gleich?

Das lässt sich aus der Seite nicht ablesen. Die Universität Hamburg nennt ihren Stand mit dem 8. Oktober 2026, also gilt die Angabe für diesen Zeitpunkt. Vor einer Bewerbung solltest du die aktuellen Werte selbst nachschlagen.

Kann ich mich in mehreren Quoten gleichzeitig bewerben?

Das hängt vom Verfahren ab. Die Auswahl über die Abiturbestenquote führt dazu, dass du im Auswahlverfahren der Hochschulen nicht mehr berücksichtigt wirst. Plane deshalb deine Bewerbungen so, dass du die Wirkung jeder Quote kennst.

Was bedeutet Landesquote?

Eine Landesquote ist eine Quote, die ein Bundesland für seine eigenen Hochschulen festlegt. Die Universität Hamburg nennt für beruflich Qualifizierte eine solche Quote und weist ausdrücklich darauf hin, dass das Hamburgische Landesrecht keine Landarztquote vorsieht. Andere Länder können anders regeln.

So gehst du jetzt vor

  1. Prüfe, ob dein Studiengang zulassungsbeschränkt ist und über welches Verfahren er vergeben wird.
  2. Lies die Zuordnung zu den Quoten in den Unterlagen der Hochschule und kläre, ob du eine Sonderquote erfüllst.
  3. Rechne deine Abiturgesamtnote nach den Vorgaben der Hochschule um, falls sie für die Abiturbestenquote zählt.
  4. Notiere dir die Fristen und die Nachweise, die für deine Quote gelten, und halte die Unterlagen bereit.

Passend dazu

Quellen: Das Auswahlverfahren von hochschulstart.de, Universität Hamburg (verändert am 8. Oktober 2026). Die Anteile gelten nach den Angaben dieser Seite und können sich ändern.

Stand: November 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und keine individuelle Beratung.

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