TK oder AOK für Studierende: Die TK ist bundesweit eine einzige Kasse mit einem Zusatzbeitrag, die AOK besteht aus elf rechtlich eigenständigen Landeskassen mit jeweils eigenem Satz. Die Frage lautet deshalb nicht TK gegen AOK, sondern TK gegen die AOK deiner Region. Dieser Ratgeber zeigt die Spanne der Landes-AOKs und nennt keine Empfehlung.
Kurz beantwortet: Die TK erhebt 2,69 Prozent Zusatzbeitrag. Die elf Landes-AOKs liegen laut Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands (Stand 27. Oktober 2026) zwischen 2,47 und 3,50 Prozent. Bei einer Bemessungsgrundlage von 855 Euro entspricht das gegenüber der TK einer Spanne von minus 1,88 Euro bis plus 6,93 Euro im Monat.
Das Wichtigste in Kürze
- Die AOK-Gemeinschaft hat keinen einheitlichen Zusatzbeitrag, er hängt von der Landes-AOK ab.
- Die AOK Bayern liegt mit 2,69 Prozent auf dem Satz der TK, die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland darunter, die AOK Nordost am oberen Ende.
- Welche AOK für dich zuständig ist, ermittelt die AOK über die Postleitzahl, Angebote unterscheiden sich je nach Region.
- Die AOK nennt für Studierende Geschäftsstellen in Campusnähe an vielen Hochschulen, eine Standortliste enthält die Seite nicht.
- Allgemeine Regeln zu Beitrag und Wechsel stehen im Beitrag Studentische Krankenversicherung 2026 in Zahlen.
Wie weit streuen die Zusatzbeiträge der Landes-AOKs?
Die Tabelle stellt jede Landes-AOK der TK gegenüber. Die Differenz bezieht sich auf den Monatsbetrag für Studierende bei 855 Euro Bemessungsgrundlage. Alle Sätze stammen aus der Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands vom 27. Oktober 2026.
| Landes-AOK | Zusatzbeitrag | Monatsbetrag | Unterschied zur TK (23,00 Euro) |
|---|---|---|---|
| AOK Rheinland-Pfalz/Saarland | 2,47 Prozent | 21,12 Euro | minus 1,88 Euro |
| AOK Bayern | 2,69 Prozent | 23,00 Euro | 0,00 Euro |
| AOK Sachsen-Anhalt | 2,89 Prozent | 24,71 Euro | plus 1,71 Euro |
| AOK Hessen | 2,98 Prozent | 25,48 Euro | plus 2,48 Euro |
| AOK Niedersachsen | 2,98 Prozent | 25,48 Euro | plus 2,48 Euro |
| AOK NordWest | 2,99 Prozent | 25,56 Euro | plus 2,57 Euro |
| AOK Baden-Württemberg | 2,99 Prozent | 25,56 Euro | plus 2,57 Euro |
| AOK PLUS | 3,10 Prozent | 26,51 Euro | plus 3,51 Euro |
| AOK Rheinland/Hamburg | 3,29 Prozent | 28,13 Euro | plus 5,13 Euro |
| AOK Bremen/Bremerhaven | 3,29 Prozent | 28,13 Euro | plus 5,13 Euro |
| AOK Nordost | 3,50 Prozent | 29,93 Euro | plus 6,93 Euro |
Rechenbeispiel: Zwischen der AOK mit dem niedrigsten und der mit dem höchsten Satz liegen 8,81 Euro im Monat, über zwölf Monate 105,68 Euro. Das Beispiel zeigt die Streuung innerhalb der AOK-Familie, nicht die Kosten einer bestimmten Kasse. Für dich zählt nur der Satz der AOK, die an deinem Wohn- oder Studienort zuständig ist.
Welche AOK ist für dich zuständig?
Die AOK-Seite für Studierende verweist darauf, dass die Angebote je Region variieren und die zuständige AOK über die Postleitzahl ermittelt wird. Liegen Wohnort und Studienort in verschiedenen Ländern, ist das keine Nebensache: Frag vor dem Beitritt schriftlich, welche Landes-AOK dich aufnimmt und welchen Satz sie erhebt. Zu den einzelnen Landeskassen gibt es eigene Ratgeber, etwa zur AOK für Studierende mit regionalen Unterschieden.
Wie unterscheiden sich Service und Zusatzangebote?
| Thema | AOK (Studierendenseite) | TK |
|---|---|---|
| Anlaufstellen | Geschäftsstellen in Campusnähe an vielen Hochschulen, laut AOK ohne Standortliste | Bundesweit eine Kasse, Anlaufstellen auf den ausgewerteten Seiten nicht aufgeführt |
| Digital | Meine AOK mit Onlineportal und App, Bescheinigungen anfordern | TK-App, TK-Doc für medizinischen Rat per Smartphone |
| Versicherungsnachweis | Automatische Übermittlung an die Hochschule, Papiernachweis für Hochschulen im Ausland | Nicht Gegenstand der ausgewerteten Seiten |
| Kurse und Seminare | Yoga- und Entspannungskurse sowie AOK-liveonline-Seminare zu Lernstress und Zeitmanagement ohne Eigenanteil | Bonusprogramm mit Challenges, Zuschuss zu Präventionskursen laut Satzung |
| Telefon | Regional unterschiedlich | ServiceTeam 040 460 660, rund um die Uhr |
Häufige Fragen
Kann ich zu einer AOK in einem anderen Bundesland wechseln?
Das hängt davon ab, welche Landes-AOK für dich zuständig ist. Die AOK ordnet über die Postleitzahl zu. Kläre Sonderfälle wie einen Wohnsitz in einem anderen Land als dem Studienort direkt mit der AOK und lass dir die Antwort schriftlich geben. Die TK dagegen ist bundesweit für alle Studierenden dieselbe Kasse mit demselben Satz.
Ist der Beitragssatz für Studierende bei der AOK anders?
Nein. Der Satz von 10,22 Prozent auf 855 Euro gilt bei jeder gesetzlichen Kasse (Stand 1. Januar 2026). Nur der Zusatzbeitrag unterscheidet sich, und er wird von jeder Landes-AOK einzeln festgelegt.
Gibt es bei der AOK einen Bonus für Studierende?
Die AOK Nordost nennt einen StarterBonus für Berufsstarter, Auszubildende und Studierende mit Prämien bis zu 935 Euro pro Jahr (Seite aktualisiert am 17. März 2025), gebunden an Einkommensgrenzen und Nachweise bis 31. März des Folgejahres. Ob deine Landes-AOK etwas Vergleichbares anbietet, fragst du dort an.
Wie lange bin ich nach dem Wechsel gebunden?
Zwölf Monate, außer der Zusatzbeitrag steigt. Die Regeln stehen im Beitrag Krankenkasse wechseln als Student.
So gehst du jetzt vor
- Ermittle über die Postleitzahl, welche Landes-AOK für dich zuständig ist.
- Suche deren Satz in der Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands heraus und vergleiche ihn mit den 2,69 Prozent der TK.
- Frag nach Geschäftsstelle und Bonusangeboten in deiner Region.
- Entscheide dich und lass dir die Aufnahme schriftlich bestätigen.
Passend dazu
- AOK für Studierende: Regionale Unterschiede, Beitrag und Aufnahme
- Techniker Krankenkasse für Studierende: Beitrag, Leistungen und Fakten
- TK oder DAK für Studierende 2026
- Zusatzbeitrag der Krankenkasse
Quellen: GKV-Spitzenverband, Krankenkassenliste (Stand 27. Oktober 2026), AOK, Vorteile für Studierende (Abruf Oktober 2026), AOK Nordost, StarterBonus (aktualisiert 17. März 2025), GKV-Spitzenverband, Faktenblatt Rechengrößen Beitragsrecht (Stand 1. Januar 2026).
Stand: Oktober 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und keine individuelle Beratung.