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Musterung für Frauen: Freiwillig hingehen und was dafür gilt

Die Musterung im engeren Sinne betrifft nach Angaben der Bundeswehr nur Männer. Frauen können sich freiwillig melden und nehmen am Assessment teil. Was dafür gilt, zeigt dieser Ratgeber.
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Inhalt

Die Frage nach der Musterung für Frauen beschäftigt viele, weil die Pflicht für Männer seit 2026 wieder gilt. Die Bundeswehr trennt beide Wege klar. Für Frauen gibt es keine Musterung im Rechtssinn, wohl aber ein freiwilliges Assessment für alle, die in die Truppe möchten.

Kurz beantwortet: Eine Musterung im eigentlichen Sinne betrifft nach Angaben der Bundeswehr nur Männer, weil nur sie unter das Wehrpflichtgesetz fallen. Frauen, die sich freiwillig für den Dienst in der Truppe melden, nehmen am bundesweiten Assessment teil. Eine Pflicht zur Erfassung oder Musterung von Frauen sieht das Grundgesetz nach Angaben der Seite nicht vor. Stand der Angaben: 10.03.2026. Stand dieses Ratgebers: November 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Musterung im engeren Sinne ist nach Angaben der Bundeswehr nur für Männer vorgesehen.
  • Frauen können sich freiwillig für den Dienst in der Truppe melden und nehmen dann am Assessment teil.
  • Den Fragebogen zur Wehrerfassung können Frauen freiwillig ausfüllen.
  • Eine Pflicht zur Erfassung oder Musterung von Frauen ist nach Angaben der Seite im Grundgesetz nicht vorgesehen.
  • Die Seite nennt keine Mitbringsel und keine Einladungsmodalitäten für Frauen.

Warum es für Frauen keine Musterung im Pflichtsinn gibt

Die Bundeswehr begründet den Unterschied mit dem Gesetz. Nur Männer werden in Deutschland gemustert, da nur sie unter das Wehrpflichtgesetz fallen. Eine verpflichtende Erfassung und Musterung von Frauen sieht das Grundgesetz nach Angaben der Seite nicht vor und ist deshalb nach ihrer Auffassung nicht möglich.

Für Frauen bleibt damit die Freiwilligkeit der Maßstab. Wer den Dienst in der Truppe anstrebt, durchläuft aber dasselbe Verfahren wie die Männer, nur eben aus eigener Entscheidung.

Was freiwillig bedeutet

Die Bundeswehr formuliert es ausdrücklich: Frauen, die zur Bundeswehr kommen wollen, müssen sich dem Verfahren stellen. Frauen, die sich freiwillig für den Dienst in der Truppe melden, nehmen am bundesweit stattfindenden Assessment teil. Eine eigene Einladung für Frauen nennt die Seite nicht.

Freiwillig ist damit der gesamte Weg. Du entscheidest selbst, ob du dich meldest, und du entscheidest selbst, ob du den Fragebogen ausfüllst. Der Fragebogen ist für Frauen ausdrücklich freiwillig, auch wenn er für Männer Pflicht ist.

Männer und Frauen im Vergleich

Die folgende Tabelle stellt die Unterschiede gegenüber. Sie beruht auf den Aussagen der Bundeswehr und lässt Punkte weg, die die Seite nicht beschreibt.

PunktMännerFrauen
Fragebogen zur WehrerfassungPflicht ab dem 18. Geburtstag (Geburtsjahrgang 2008 und folgende)Freiwillig
Musterung im engeren SinneVerpflichtend für Männer, Musterungszentren werden aufgebautNicht vorgesehen
AssessmentTeil des Verfahrens, nach der Seite bis dahin gezielt für InteressierteTeil des Verfahrens für Freiwillige
Dauer des VerfahrensMeist innerhalb eines TagesMeist innerhalb eines Tages
MitbringselKeine Angaben auf der SeiteKeine Angaben auf der Seite

Ablauf des Assessments

Die Bundeswehr beschreibt die Stationen für Musterung und Assessment gemeinsam. Dazu gehören eine ärztliche Begutachtung, ein Computertest und ein persönliches Gespräch. Geprüft werden körperliche, psychische und intellektuelle Eignung sowie die Neigung zum Dienst.

  1. Ärztliche Begutachtung von Gehör, Sehkraft, Blutdruck, Belastbarkeit, Rücken und Gelenken.
  2. Der CAT-Test, der Selbsteinschätzung, logisches Denken, Reaktionsfähigkeit und räumliches Vorstellungsvermögen prüft.
  3. Ein persönliches Gespräch mit der Testleitung, ein Gespräch mit Psychologinnen oder Psychologen findet nur im Ausnahmefall statt.
  4. Bei einer Verpflichtung von zwei Jahren oder mehr als Soldatin auf Zeit ein optionales Gespräch mit einer Assessmentkommission.
  5. Abschließend ein Einplanungsgespräch und die Einleitung der Sicherheitsüberprüfung.

Das Gesamturteil wird am selben Tag mitgeteilt, gefolgt von einem Beratungsgespräch. Bei langer Anreise stehen laut Seite Unterkünfte bereit.

Wie du den Weg konkret angehst

Wie sich Frauen im Einzelnen melden, beschreibt die Seite zur Musterung nicht. Die Hotline der Bundeswehr unter 0800-9903300 beantwortet Fragen zum neuen Wehrdienst. Bevor du anrufst, kannst du dir die Fragen notieren, die dich am meisten beschäftigen.

Für Offizierlaufbahnen gibt es ein gesondertes Assessment in Köln mit Sporttests. Die Seite nennt dort einen Pendellauf, den Klimmhang und einen Test am 3.000-Meter-Ergometer.

Was das Assessment von der Musterung unterscheidet

Für Männer ist die Musterung eine Pflichtstation, für Frauen ist das Assessment eine freiwillige Option mit demselben Grundgerüst aus Begutachtung, Test und Gespräch. Der Unterschied liegt also im Rechtsrahmen und nicht in der Prüfung selbst. Wer das Assessment wahrnimmt, sollte deshalb den gleichen Maßstab erwarten wie die Männer, die gemustert werden.

Verpflichtungsdauer und Wechsel

Die Seite zum Wehrdienst unterscheidet die Dienstzeiten. Mindestens sechs Monate ist man in der Truppe, bis zu elf Monate als freiwilliger Wehrdienst Leistender. Ab zwölf Monaten gilt man als Soldatin auf Zeit. Diese Grenze ist für die Planung wichtig, weil sie das Gehalt und den Zeitraum bestimmt.

Was nach dem Assessment passiert

Das Gesamturteil wird am selben Tag mitgeteilt. Danach folgt ein Beratungsgespräch. Erst im Einplanungsgespräch gleicht die Bundeswehr medizinische Eignung, Kompetenzen und Wünsche mit den freien Stellen ab. Anschließend wird die Sicherheitsüberprüfung eingeleitet.

Wer diese Schritte kennt, kann Fragen vorab klären und die Dauer seiner Verpflichtung gezielt planen, statt sich von einzelnen Eindrücken am Tag leiten zu lassen.

Die Seite richtet sich mit dem Assessment an alle, die sich für den Dienst in der Truppe interessieren. Wer den Termin mit anderen Verpflichtungen verbindet, sollte bedenken, dass das Verfahren meist einen ganzen Tag beansprucht.

Für die Entscheidung zählt am Ende nicht, ob eine Pflicht besteht, sondern ob der Dienst zu deinen Plänen passt. Diese Abwägung kann kein Ratgeber übernehmen, sie braucht die Auskunft der Bundeswehr zu deinem Fall.

Häufige Fragen

Muss ich als Frau zur Musterung?

Nein. Nach Angaben der Bundeswehr ist die Musterung im engeren Sinne nur für Männer vorgesehen. Frauen können das Assessment freiwillig wahrnehmen, wenn sie zur Truppe möchten.

Ist der Fragebogen für Frauen Pflicht?

Nein. Frauen und Personen mit einem anderen eingetragenen Geschlecht können den Fragebogen freiwillig ausfüllen. Mehr dazu im Ratgeber zum Fragebogen für Frauen.

Gelten für Frauen andere Prüfungen?

Die Seite beschreibt dieselben Stationen für das Verfahren, das Frauen im Rahmen des Assessments durchlaufen. Die Bewertung richtet sich nach Eignung und Neigung, nicht nach dem Geschlecht. Einzelheiten zur ärztlichen Untersuchung beschreibt der Ratgeber zur Tauglichkeit.

Gibt es eine Altersgrenze für Frauen?

Die Seite nennt dazu keine Altersgrenze. Wer sich dafür interessiert, sollte die Auskunft bei der Hotline einholen, statt sich auf Vermutungen zu verlassen.

So gehst du jetzt vor

  1. Kläre für dich, ob der freiwillige Dienst in der Truppe zu deinen Plänen passt.
  2. Lies den Ablauf des Assessments und prüfe, welche Stationen dich betreffen.
  3. Nutze die Hotline, wenn du Fragen zur Meldung hast, die die Seite nicht beantwortet.
  4. Plane für den Termin einen ganzen Tag ein und prüfe bei langer Anreise die Unterkunft.

Passend dazu

Quellen: Musterung und Assessment zum Wehrdienst, bundeswehr.de (Stand der Seite: 10.03.2026); Neuer Wehrdienst: Fragebogen, bundeswehr.de (Stand der Seite: 19.12.2025).

Stand: November 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und keine individuelle Beratung.

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