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Leistungsabrechnung in der PKV verstehen – Ein Blick hinter die GOÄ und GOZ

Wie funktioniert die Abrechnung in der PKV? Erfahre alles über GOÄ, GOZ, Multiplikatoren, Eigenanteil und wie du als Student:in davon profitierst.

Privat versichert? Dann bekommst du nach dem Arztbesuch meist eine Rechnung – statt direkt mit der Karte zu zahlen. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach.
Denn die Abrechnung in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist transparent, gesetzlich geregelt und oft sogar fairer als in der GKV – wenn man weiß, wie es funktioniert.

In diesem Artikel erklären wir dir die Grundlagen der GOÄ und GOZ, was es mit Multiplikatoren, Erstattungsgrenzen und Eigenbeteiligung auf sich hat – und worauf du als Student:in achten solltest.

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📘 Was sind GOÄ und GOZ?

  • GOÄ = Gebührenordnung für Ärzte
    → Regelt, was ein Arzt für Privatpatient:innen abrechnen darf
  • GOZ = Gebührenordnung für Zahnärzte
    → Gilt für zahnärztliche Leistungen außerhalb der GKV

Beide Ordnungen legen Punktwerte pro Leistung fest – z. B. für Beratung, Untersuchung, OP, Nachsorge. Der Arzt multipliziert den Wert mit einem Faktor (meist 1,0 bis 3,5), je nach Aufwand, Zeit und Schwierigkeit.


💡 Beispiel: So sieht eine PKV-Rechnung aus

LeistungZiffer GOÄFaktorBetrag
Ärztliche Beratung12,320,10 €
Untersuchung72,330,78 €
Blutentnahme2501,86,75 €
Gesamt57,63 €

Diese Rechnung reichst du bei deiner PKV ein – und bekommst das Geld meist innerhalb weniger Tage erstattet. Viele Versicherer bieten heute digitale Einreichung per App an.


🤔 Warum ist das besser als in der GKV?

In der GKV gibt es keine transparente Abrechnung für Patient:innen – du erfährst oft nicht, was deine Behandlung gekostet hat oder wie sie abgerechnet wurde. In der PKV siehst du:

  • Was genau gemacht wurde
  • Wie viel es gekostet hat
  • Was davon erstattet wird

So kannst du selbst nachvollziehen, ob alles korrekt läuft – und bleibst in Kontrolle.


💸 Eigenbeteiligung in der PKV – was bedeutet das?

Einige PKV-Tarife enthalten Selbstbehalte oder Erstattungsgrenzen, z. B.:

  • Selbstbeteiligung: Du zahlst die ersten 300–600 € im Jahr selbst
  • Staffeln: Nur 80–90 % Erstattung bei bestimmten Leistungen (v. a. Zahn, Psychotherapie)
  • Höchstsätze: Arzt rechnet über 3,5-fach GOÄ ab → Versicherer zahlt evtl. nur bis 2,3-fach

🧾 Beispiel:
Arzt rechnet Beratung mit 3,5-fach GOÄ ab → 30,60 €
PKV-Tarif übernimmt nur bis 2,3-fach → 20,10 €
Eigenanteil: 10,50 €

Aber: In guten Tarifen wird alles bis 3,5-fach erstattet – ohne böse Überraschung.


💬 Erfahrungsbeispiel:

Tim (30), Informatikstudent, privat versichert seit dem 2. Semester:
„Ich war überrascht, wie einfach die Rechnung über die PKV-App einzureichen war. Nach zwei Tagen war das Geld auf meinem Konto. In der GKV weiß ich bis heute nie, was der Arzt für mich abgerechnet hat.“


📌 Worauf du achten solltest:

  • Welche Multiplikatoren (z. B. 2,3-fach, 3,5-fach) werden erstattet?
  • Gibt es einen jährlichen Selbstbehalt?
  • Sind Leistungen nach GOZ (zahnärztlich) unbegrenzt erstattungsfähig?
  • Unterstützt dein Versicherer digitale Abrechnung per App?

✅ Fazit: Leistungsabrechnung ist in der PKV kein Nachteil – sondern ein Vorteil

Ja, du bekommst Rechnungen. Aber du bekommst auch Transparenz, Kontrolle und hochwertige medizinische Leistung, die fair und gesetzlich geregelt ist. Die PKV ist kein Bürokratiemonster – sondern ein System, das dich ernst nimmt.

➡️ Lass deinen PKV-Tarif prüfen – und achte darauf, dass du bei GOÄ- und GOZ-Leistungen nicht draufzahlst.

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