Einen Nebenjob als Student finden kannst du am schnellsten über die Jobbörse deiner Hochschule, über Jobportale mit Filter für Werkstudenten und über Initiativbewerbungen bei Unternehmen in deiner Nähe. Welche Stelle zu dir passt, entscheiden zwei Grenzen: Ein Minijob endet bei 603 € im Monat, ein Werkstudentenjob erlaubt höchstens 20 Wochenstunden in der Vorlesungszeit.
Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 € brutto pro Stunde. Wer Stunden, Lohn und Vertragsart vor der Bewerbung prüft, vermeidet böse Überraschungen bei BAföG und Krankenversicherung.
Das Wichtigste in Kürze
- Gute Anlaufstellen sind die Jobbörse und der Career Service deiner Hochschule, Jobportale mit Werkstudentenfilter, Initiativbewerbungen und dein persönliches Netzwerk.
- Der Minijob endet bei 603 € im Monat (ab 1. Januar 2027: 633 €). Der Werkstudentenjob erlaubt bis zu 20 Wochenstunden in der Vorlesungszeit.
- Mindestlohn: 13,90 € pro Stunde in 2026, 14,60 € ab 1. Januar 2027. Studentische Hilfskräfte ohne Abschluss bekommen nach der Länder-Richtlinie 15,20 €.
- Frag im Gespräch nach Wochenstunden, Dienstplan in Prüfungsphasen und Vertragsart. Lass dir alles schriftlich bestätigen.
Minijob oder Werkstudent: Was passt zu dir?
Wenn du wenige, feste Stunden willst, passt der Minijob. Wenn du mehr verdienen möchtest und fachnah arbeitest, passt die Werkstudentenstelle. Die Unterschiede liegen bei Grenze, Rentenversicherung und Krankenversicherung.
| Kriterium | Minijob | Werkstudent |
|---|---|---|
| Grenze | Bis 603 € im Monat (2027: 633 €) | Bis 20 Wochenstunden in der Vorlesungszeit |
| Rentenversicherung | 3,6 % Eigenanteil, auf Antrag befreibar | Pflicht, 18,6 % je zur Hälfte mit dem Arbeitgeber (zwischen 603,01 und 2.000 € reduzierter Eigenanteil) |
| Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung | Familienversicherung bleibt bei reinem Minijob bis 603 € möglich | Versicherungsfrei im Job, du bleibst über die studentische Krankenversicherung versichert |
| Passt, wenn du … | feste, überschaubare Stunden suchst | mehr Stunden und fachnahe Arbeit möchtest |
Beide Formen sind Nebenjobs. Einen Überblick über alle Wege mit ihren Folgen für BAföG und Kindergeld gibt der Beitrag zum Geld verdienen neben dem Studium. Die Grenzen für die Familienversicherung erklärt der Beitrag zu den Einkommensgrenzen für die Familienversicherung.
Wo kannst du einen Nebenjob suchen?
Nutze mehrere Kanäle gleichzeitig. Viele Stellen werden über persönliche Kontakte vergeben, bevor sie öffentlich erscheinen.
- Hochschule: Jobbörse und Career Service der Hochschule listen Stellen, die sich an Studierende richten. Aushänge in Fakultät und Mensa zeigen lokale Angebote.
- Jobportale: Allgemeine Jobportale und Portale für Studentenjobs lassen dich nach Ort, Tätigkeit und Anstellungsart filtern. Setze den Filter auf Werkstudent oder Minijob.
- Initiativbewerbung: Schreib Unternehmen in deiner Nähe an, auch ohne Ausschreibung.
- Netzwerk: Frag Kommilitonen, Dozierende, Familie und Freunde nach offenen Stellen.
- Lokale Geschäfte: Cafés, Restaurants und kleine Läden suchen oft per Aushang nach studentischen Kräften.
Direkt an der Hochschule gibt es außerdem Stellen als Hilfskraft. Wie das Arbeiten als Hilfskraft an der Uni funktioniert, steht in einem eigenen Beitrag. Wer ortsunabhängig arbeiten will, findet Ideen zu Homeoffice-Jobs im Studium. Welche Branchen sich mit dem Stundenplan vertragen, zeigt der Überblick über Branchen für Studentenjobs.
Welchen Stundenlohn bekommt ein Student?
Für Studierende gilt der gesetzliche Mindestlohn: 13,90 € brutto pro Stunde im Jahr 2026 und 14,60 € ab 1. Januar 2027. Ausnahmen sind Pflichtpraktika nach Studienordnung. Ein freiwilliges Praktikum wird in der Regel mit Mindestlohn bezahlt, sobald es länger als drei Monate dauert. Studentische Hilfskräfte ohne Abschluss bekommen nach der Richtlinie der Länder 15,20 €.
Rechenbeispiel: Beim Mindestlohn von 13,90 € erreichst du die 603 € eines Minijobs nach gut 43 Stunden im Monat, also rund 10 Stunden pro Woche. Mit 15 Wochenstunden als Werkstudent verdienst du bei 4,35 Wochen pro Monat rund 907 € brutto. Damit liegst du über der BAföG-Grenze von 603 € brutto und über der Grenze der Familienversicherung von 565 €.
Wie bewirbst du dich auf einen Studentenjob?
Die Bewerbung ähnelt der für eine Vollzeitstelle, ist aber kürzer. Arbeitgeber wollen wissen, wann du Zeit hast.
- Lebenslauf: Aktuell, übersichtlich und möglichst auf einer bis zwei Seiten. Nenne Studiengang, Praktika, Ehrenämter und Kenntnisse.
- Anschreiben: Kurz und auf die Stelle bezogen. Schreib, warum du dich bewirbst, was du mitbringst und wie viele Wochenstunden du leisten kannst.
- Nachweise: Immatrikulationsbescheinigung, Zeugnisse früherer Tätigkeiten und eine aktuelle Notenübersicht, wenn die Stelle fachnah ist.
Im Gespräch zählen Vorbereitung und Klarheit. Lies dich in das Unternehmen ein und überlege dir Antworten auf typische Fragen. Frag nach Einarbeitung, Aufgaben und Teamstruktur, außerdem nach Wochenstunden, Dienstplan in Prüfungsphasen und Vertragsart.
Worauf achtest du bei Arbeitszeiten und Vertrag?
- Lass dir Stunden pro Woche oder Monat schriftlich bestätigen. Für den Werkstudentenstatus zählen die Wochenstunden in der Vorlesungszeit, mehrere Jobs werden addiert.
- Mehr als 20 Stunden sind möglich, wenn du überwiegend am Wochenende, abends oder nachts arbeitest oder nur in den Semesterferien befristet, jeweils höchstens 26 Wochen im Jahr.
- Kläre vor der Zusage, ob du in Prüfungsphasen weniger arbeiten kannst.
- Prüfe Stundenlohn, Laufzeit und Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag.
- Melde einen höheren Verdienst dem BAföG-Amt. Im Erststudium spielt dein Verdienst für das Kindergeld keine Rolle.
Häufige Fragen
Wie finde ich schnell einen Nebenjob als Student?
Am schnellsten gelingt es über die Jobbörse deiner Hochschule, über Jobportale mit Werkstudentenfilter und über Initiativbewerbungen bei Unternehmen in der Nähe. Sag außerdem Kommilitonen und Dozierenden Bescheid, denn viele Stellen werden über Kontakte besetzt.
Minijob oder Werkstudent: Was lohnt sich mehr?
Das hängt von Zeit und Zielverdienst ab. Der Minijob endet bei 603 € im Monat. Der Werkstudentenjob erlaubt bis zu 20 Wochenstunden und damit meist mehr Verdienst. Dafür zahlst du Rentenversicherungsbeiträge, und die Familienversicherung endet bei einem Gesamteinkommen über 565 € im Monat.
Wie viele Stunden darf ich neben dem Studium arbeiten?
Als Werkstudent höchstens 20 Wochenstunden in der Vorlesungszeit. Bei einem Minijob begrenzt der Verdienst von 603 € im Monat die Arbeitszeit. Wie viel Arbeit dein Studium verträgt, hängt von Stundenplan und Prüfungsphasen ab.
Welchen Stundenlohn bekommt ein Student mindestens?
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 13,90 € brutto pro Stunde und ab 1. Januar 2027 14,60 €. Pflichtpraktika nach der Studienordnung sind ausgenommen.
So gehst du jetzt vor
- Lege fest, wie viele Stunden pro Woche zu deinem Stundenplan passen, und rechne den Verdienst gegen die Grenzen von 565 € und 603 € durch.
- Durchsuche Jobbörse, Career Service und zwei bis drei Portale und schreibe zusätzlich eine Initiativbewerbung.
- Bereite Lebenslauf, kurzes Anschreiben und Immatrikulationsbescheinigung vor.
- Lass dir Stunden, Lohn und Vertragsart schriftlich bestätigen, bevor du anfängst.
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Quelle: Geringfügigkeitsgrenze, Werkstudentenregel und kurzfristige Beschäftigung nach § 8 SGB IV (gesetze-im-internet.de), Mindestlohn nach MiLoV5 (bmas.de), Stand Oktober 2026.
Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine individuelle Beratung.
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