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DAAD-Promotionsstipendium: Voraussetzungen und Monatsbetrag

DAAD-Promotionsstipendium: Voraussetzungen, Monatsrate von 1.400 Euro, Forschungsbeihilfe, Förderdauer und Bewerbungszeitraum nach der DAAD-Datenbank.
Doktorandin arbeitet im Büro an ihrer Dissertation

Inhalt

Das DAAD-Promotionsstipendium „Promotionen in Deutschland“ richtet sich an graduierte Doktorandinnen und Doktoranden aus dem Ausland, die in Deutschland promovieren möchten. Dieser Ratgeber fasst Voraussetzungen, Förderhöhe, Dauer und Bewerbungszeitraum nach der offiziellen DAAD-Stipendiendatenbank zusammen.

Kurz beantwortet: Das DAAD-Programm zahlt laut DAAD-Stipendiendatenbank eine monatliche Rate von 1.400 Euro, je nach Ausbildungsstand, dazu eine Forschungsbeihilfe von 460 Euro im Jahr. Die Förderung dauert höchstens vier Jahre, die Bewerbung ist ab dem 1. Juni möglich. Abruf der DAAD-Seite: Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Programm richtet sich an graduierte Doktorandinnen und Doktoranden, die noch nicht lange in Deutschland leben.
  • Die monatliche Rate beträgt laut DAAD 1.400 Euro. Ein Stand oder Jahr ist auf der Seite nicht angegeben.
  • Eine Forschungsbeihilfe von 460 Euro im Jahr kommt hinzu. Eine Reisekostenpauschale gibt es nur auf Antrag.
  • Die Förderdauer beträgt höchstens vier Jahre. Zunächst werden bis zu drei Jahre zugesagt.
  • Die Bewerbung ist ab dem 1. Juni möglich. Das genaue Ende des Bewerbungszeitraums nennt die Seite nicht.

Wer kann sich bewerben?

Die DAAD-Seite nennt folgende Voraussetzungen. Prüfe alle Punkte, bevor du dich bewirbst:

  • Ein Master- oder Diplomabschluss bis zum Stipendienantritt. In Ausnahmefällen wird auch ein Bachelor berücksichtigt.
  • Der letzte relevante Hochschulabschluss liegt bei Bewerbungsschluss in der Regel höchstens sechs Jahre zurück.
  • Hat die Promotion schon begonnen, sollte der Beginn bei der Bewerbung höchstens drei Jahre zurückliegen.
  • Du hältst dich bei Bewerbungsschluss nicht länger als 15 Monate in Deutschland auf.
  • Dein Status und dein Land stehen in der Auswahlliste der Bewerbungsseite.

Die Seite beschreibt die Zielgruppe als überdurchschnittlich gut qualifizierte Graduierte. Ob du dich darin wiederfindest, zeigt der Abgleich mit den Punkten oben.

Wie hoch ist die Förderung?

BestandteilBetragHinweis
Monatliche Rate1.400 EuroLaut DAAD „je nach Ausbildungsstand“. Stand oder Jahr sind nicht angegeben.
Forschungsbeihilfe460 Euro im JahrJährliche Pauschale.
Reisekostenpauschalenicht angegebenNur auf Antrag.
Krankenversicherungnicht angegebenDie Seite nennt Leistungen zur Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung, aber keinen Euro-Betrag.

Annahme: Die Rate bleibt über drei Jahre gleich. Dann ergeben sich 50.400 Euro (Rechnung: 1.400 mal 36 Monate). Die Forschungsbeihilfe kommt mit 460 Euro je Jahr hinzu, also 1.380 Euro über drei Jahre. Das ist eine Rechnung auf Basis der veröffentlichten Angaben, keine Zusage.

Ob und wie das Stipendium steuerlich behandelt wird, klärt der Ratgeber zu Steuern auf das Promotionsstipendium.

Was die Förderung nicht ausdrücklich abdeckt

Die Rate soll deinen Lebensunterhalt in Deutschland tragen, also Miete, Essen, Mobilität und Versicherung. Die DAAD-Seite schlüsselt die Rate aber nicht auf und nennt keine Zuschläge für Familienangehörige. Wer mit Kind oder Partnerin oder Partner kommt, sollte deshalb vor der Bewerbung genau nachfragen. Auch Reisekosten zu Tagungen werden laut Seite nur auf Antrag gezahlt, deshalb plane sie separat ein.

Wie lange wirst du gefördert?

Die Förderung dauert höchstens vier Jahre. Zunächst werden Zusagen für bis zu drei Jahre ausgesprochen. Ein viertes Jahr kannst du beantragen. Die Seite nennt außerdem als Vorgabe, dass der Förderbeginn im Jahr 2027 liegen muss.

ZeitraumWas die Seite dazu nennt
Jahr 1 bis 3Zunächst werden Zusagen für bis zu drei Jahre ausgesprochen.
Jahr 4Ein viertes Jahr kannst du beantragen.
GesamtDie Förderung dauert höchstens vier Jahre.

So bewirbst du dich

  1. Prüfe deine Abschlüsse und deinen Aufenthaltsstatus anhand der Voraussetzungen oben.
  2. Notiere den Beginn deiner Promotion, falls du schon angefangen hast, und prüfe die Drei-Jahres-Grenze.
  3. Warte nicht bis zum Ende des Bewerbungszeitraums. Die Bewerbung ist ab dem 1. Juni möglich, das Ende steht auf der Seite nicht fest.
  4. Stelle die Unterlagen zusammen, die die Ausschreibung verlangt, und lies die Förderbedingungen vollständig durch.

Passt das Programm zu dir?

Passt eher, wennPasst eher nicht, wenn
du einen Master oder vergleichbaren Abschluss hast und die Promotion in Deutschland planstdu schon länger als 15 Monate in Deutschland lebst
du drei bis vier Jahre in Deutschland promovieren möchtestdu nur einen kurzen Forschungsaufenthalt planst
du mit einer monatlichen Rate und einer Pauschale planen kannstdu eine feste Stelle mit Sozialversicherung brauchst, dann passt eher ein Arbeitsvertrag (Promotionsstipendium oder Stelle)

Checkliste vor der Bewerbung

Bevor du den Antrag einreichst, kläre diese Punkte, damit du nichts Wichtiges übersiehst:

  • Abschlussdokumente bereithalten und prüfen, ob Übersetzungen verlangt werden.
  • Aufenthaltsdauer in Deutschland bis zum Bewerbungsschluss nachrechnen.
  • Beginn der Promotion und die Zusage deiner Betreuung dokumentieren.
  • Dein Forschungsvorhaben in wenigen Sätzen formulieren und mit der Betreuung abstimmen.
  • Die Frage der Krankenversicherung klären, weil die Seite dazu keinen Betrag nennt.
  • Die Auswahlliste auf der Bewerbungsseite prüfen, bevor du beginnst.

Ein Forschungsvorhaben, das zu einer Betreuung in Deutschland passt, ist erfahrungsgemäß ein zentraler Teil jeder Bewerbung. Wer die Betreuungsperson früh anspricht, verschafft sich zudem Zeit für Rückfragen.

Häufige Fragen

Wo finde ich die Ausschreibung?

Die Ausschreibung steht in der DAAD-Stipendiendatenbank unter dem Eintrag „Promotionen in Deutschland“. Dort findest du auch die Bewerbungsseite.

Was passiert, wenn ich die Förderung unterbreche?

Dazu nennt die Seite keine Regeln. Prüfe die Förderbedingungen oder frage beim DAAD nach, bevor du eine Unterbrechung planst.

Kann ich mich bewerben, wenn ich schon promoviere?

Ja, sofern der Beginn der Promotion bei der Bewerbung höchstens drei Jahre zurückliegt. Mehr zur Promotion aus dem Ausland erklärt der Ratgeber zur Promotion aus dem Ausland und Stipendien für Nicht-EU-Bürger.

Gibt es einen Zuschuss zur Krankenversicherung?

Die Seite nennt Leistungen zur Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung, aber keinen Betrag. Frage im Programm nach, welche Versicherung enthalten ist. Wie Krankenversicherung bei Promotionsstipendien funktioniert, erklärt der Ratgeber zur Krankenversicherung beim Promotionsstipendium.

Wie unterscheidet sich das Programm von den Begabtenwerken?

Das DAAD-Programm ist ein eigenes Stipendium mit eigenen Regeln. Die Werke im Ratgeber zu den Promotionsstipendien 2027 haben eigene Richtlinien und Auswahlverfahren. Ein Vergleich lohnt sich, bevor du dich festlegst.

Wie lange dauert die Bearbeitung der Bewerbung?

Die Seite nennt keine Bearbeitungsdauer. Frage beim Programm nach, wann Entscheidungen fallen, und plane deine Finanzierung für die Zeit dazwischen.

Kann die Förderung über vier Jahre hinaus verlängert werden?

Nach den Angaben der Seite ist die Förderung auf höchstens vier Jahre begrenzt. Ob es danach eine andere Finanzierung gibt, ist eine eigene Frage, die du mit deiner Hochschule klären solltest.

Ist die Rate steuerfrei?

Das hängt von den Regeln ab, die im Einzelfall gelten. Die Grundlagen erklärt der Ratgeber zu Steuern auf das Promotionsstipendium. Verbindlich klärt das dein Finanzamt.

So gehst du jetzt vor

  1. Lege fest, ob dich ein Stipendium oder eine Stelle besser absichert.
  2. Prüfe Voraussetzungen und Bewerbungszeitraum und notiere dir das Datum 1. Juni.
  3. Vergleiche das Programm mit den Werken aus dem Ratgeber zu den Promotionsstipendien.
  4. Frage bei der Betreuungsperson in Deutschland nach, ob sie die Bewerbung unterstützt.

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Quellen:

Stand: Oktober 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und keine individuelle Beratung.

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