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Verbeamtung in Schleswig-Holstein: Amtsarzt und Anwärterbezüge

Die Verbeamtung in Schleswig-Holstein beginnt mit einer amtsärztlichen Prüfung. Der Ratgeber erklärt Einstufung A 12 oder A 13, Beihilfe und den Weg zur Lebenszeit.
Referendar steht vor der Tafel in einem Klassenzimmer

Inhalt

Die Verbeamtung in Schleswig-Holstein beginnt mit einer amtsärztlichen Prüfung der Gesundheit. Dieser Ratgeber erklärt, wie die Einstufung in A 12 oder A 13 den Vorbereitungsdienst prägt, wie die Beihilfe greift und welche Schritte bis zur Lebenszeit folgen.

Kurz beantwortet: In Schleswig-Holstein prüft ein Amtsarzt vor der Ernennung die gesundheitliche Eignung. Laut Besoldungstabelle des dbb, Stand 1. April 2026, vorbehaltlich der Verkündung, liegen die Anwärterbezüge im Eingangsamt A 13 bei 1.806,53 Euro brutto, im Eingangsamt A 12 bei 1.772,84 Euro brutto. Als Regel gilt für Anwärter ohne Kinder ein Beihilfesatz von 50 Prozent.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Anwärterbezüge im Eingangsamt A 13 liegen laut dbb bei 1.806,53 Euro brutto (Stand 1. April 2026, vorbehaltlich der Verkündung).
  • Im Eingangsamt A 12 sind es 1.772,84 Euro brutto, also rund 33,69 Euro im Monat weniger.
  • Die Beihilfe beträgt als Regel 50 Prozent für Anwärter ohne Kinder (Stand Oktober 2026).
  • Ob Schleswig-Holstein eine pauschale Beihilfe anbietet, widersprechen sich die Quellen. Eine verlässliche Auskunft gibt es nur von der Landesstelle.
  • Die Ernennung auf Lebenszeit folgt nach der Probezeit (§ 4 Beamtenstatusgesetz).

Welche Einstufung gilt für dein Lehramt: A 12 oder A 13?

Die Anwärterbezüge hängen von der Einstufung ab. Im Eingangsamt A 13 liegt der Betrag höher als im Eingangsamt A 12. Die Tabelle zeigt beide Werte nebeneinander.

EingangsamtAnwärterbezüge bruttoStandQuelle
A 131.806,53 Euro1. April 2026dbb, laut Besoldungstabelle, vorbehaltlich der Verkündung
A 121.772,84 Euro1. April 2026dbb, laut Besoldungstabelle, vorbehaltlich der Verkündung

Rechenbeispiel. Annahme: Der Vorbereitungsdienst dauert 24 Monate, und du wirst in A 13 statt in A 12 eingestuft. Die monatliche Differenz von 33,69 Euro brutto ergibt über 24 Monate rund 808,56 Euro brutto. Ob deine Schulform A 12 oder A 13 vorsieht, klärt die Einstellungsbehörde verbindlich. Einen Vergleich mit anderen Ländern bietet der Ratgeber Anwärterbezüge nach Bundesland.

Wie funktioniert die Beihilfe im Vorbereitungsdienst?

Wer einen Beihilfeanspruch hat, ist in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht pflichtversichert (§ 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V). Die Beihilfe erstattet dann einen Teil der Kosten, den Rest sicherst du über einen Tarif ab. Die Einzelheiten zur Beihilfe in Schleswig-Holstein stehen im Ratgeber Beihilfe in Schleswig-Holstein.

Für Anwärter ohne Kinder gilt als Regel ein Beihilfesatz von 50 Prozent. Ob für dich ein anderer Satz gilt, entscheidet die Landesbeihilfeverordnung im Einzelfall, insbesondere bei familiären Umständen.

Gibt es in Schleswig-Holstein eine pauschale Beihilfe?

Hier widersprechen sich die Quellen. Eine Quelle nennt Schleswig-Holstein als Land mit pauschaler Beihilfe, eine andere verneint das. Eine dritte schreibt von einer eingeschränkten Regelung für bestimmte Gruppen seit 2024. Die Landesseite war zum Zeitpunkt der Recherche nicht abrufbar. Deshalb nennen wir keine Regel, die wir nicht belegen können.

Frage vor deiner Entscheidung bei der Einstellungsbehörde nach, ob ein Wahlrecht besteht, bis wann du dich entscheiden musst und welche Folgen das für deine Krankenversicherung hat.

Wie verläuft die amtsärztliche Prüfung?

Der Amtsarzt beurteilt, ob du den Beruf gesundheitlich dauerhaft ausüben kannst. Er stützt sich auf deine Angaben und auf Unterlagen. Welche Unterlagen er verlangt und wie das Gutachten an den Dienstherrn geht, hängt vom Verfahren ab.

  1. Die Einstellungsbehörde schickt dir den Fragebogen und die Hinweise zur Untersuchung.
  2. Du stellst Arztbriefe und Befunde zusammen, besonders zu Erkrankungen der letzten Jahre.
  3. Der Amtsarzt untersucht dich und erstellt das Gutachten.
  4. Der Dienstherr entscheidet anhand des Gutachtens über die Ernennung.

Was heißt Probe und Lebenszeit?

Ein Beamtenverhältnis auf Widerruf begleitet den Vorbereitungsdienst. Das Beamtenverhältnis auf Probe dient der Probezeit, an deren Ende der Dienstherr über die Übernahme entscheidet. Erst danach folgt die Ernennung auf Lebenszeit (§ 4 Beamtenstatusgesetz). Die Länge der Probezeit legt das Landesrecht fest, nicht dieser Ratgeber.

Passt die Verbeamtung in Schleswig-Holstein zu dir?

Die Verbeamtung schafft Planungssicherheit und Zugang zur Beihilfe, sie setzt aber eine gesundheitliche Eignung voraus und bindet dich an das Landesrecht. Ein Abwägen lohnt sich vor allem, wenn du später den Bundesland-Wechsel erwägst.

  • Passt eher, wenn du gesundheitlich unauffällig bist und in Schleswig-Holstein langfristig bleiben möchtest.
  • Passt weniger, wenn Vorerkrankungen die Annahme durch private Versicherer beeinflussen könnten.
  • Passt weniger, wenn du ohne festen Plan in ein anderes Bundesland wechseln willst, dessen Regeln sich unterscheiden.

Häufige Fragen

Muss ich in Schleswig-Holstein zum Amtsarzt, auch wenn ich schon im Schuldienst bin?

Das hängt vom Verfahren ab. Im Regelfall wird die gesundheitliche Eignung vor der Ernennung geprüft. Ob bei einem Wechsel der Status erneut geprüft wird, klärt die Einstellungsbehörde.

Lohnt sich die Einstufung in A 13 immer?

Die Einstufung hängt von der Schulform ab und ist keine freie Wahl. Der höhere Betrag ist ein Vorteil während des Vorbereitungsdienstes, sagt aber nichts über Beihilfe oder Tarife aus.

Welche Werte sind verbindlich?

Verbindlich sind die amtlichen Texte. Die Besoldungstabelle des dbb ist eine Wiedergabe mit Vorbehalt der Verkündung. Der Abgleich mit dem Gesetzblatt steht noch aus.

Was ist, wenn ich nach der Probezeit nicht übernommen werde?

Die Übernahme ist eine Entscheidung des Dienstherrn nach dem Ende der Probezeit. Welche Gründe dafür relevant sind und welche Fristen gelten, regelt das Landesrecht. Bei Unklarheiten hilft die zuständige Stelle weiter.

So gehst du jetzt vor

  1. Lass dir die Einstufung in A 12 oder A 13 schriftlich bestätigen.
  2. Frage nach dem Stand der pauschalen Beihilfe und einer möglichen Wahlfrist.
  3. Rechne mit den tatsächlichen Beiträgen einer Krankenversicherung, bevor du dich festlegst.
  4. Stelle die Unterlagen für die amtsärztliche Untersuchung rechtzeitig zusammen.

Passend dazu

Quellen: Beamtenstatusgesetz, § 4 (Abruf Oktober 2026); Sozialgesetzbuch V, § 6 (Abruf Oktober 2026); dbb, Besoldungstabelle Schleswig-Holstein (Stand April 2026, vorbehaltlich der Verkündung).

Stand: Oktober 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und keine individuelle Beratung.

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