Wer sich für den neuen Wehrdienst interessiert, fragt zuerst nach dem Geld. Die Bundeswehr nennt für Freiwillige ein Grundgehalt, das je nach Dauer des Dienstes unterschiedlich ausfällt. Dieser Ratgeber trennt die Beträge, die die Bundeswehr belegt, von den Punkten, zu denen die Seite keinen Betrag angibt.
Kurz beantwortet: Freiwillige im neuen Wehrdienst erhalten nach Angaben der Bundeswehr etwa 2.600 Euro brutto im Monat als Grundgehalt, solange sie sechs bis elf Monate dienen. Ab zwölf Monaten als Soldat oder Soldatin auf Zeit nennt die Seite rund 2.700 Euro brutto. Unterkunft und Uniform werden gestellt. Stand der Angaben: 19.12.2025. Stand dieses Ratgebers: November 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Freiwillige Wehrdienst Leistende mit sechs bis elf Monaten Dienstzeit erhalten etwa 2.600 Euro brutto monatlich.
- Soldatinnen und Soldaten auf Zeit ab zwölf Monaten erhalten rund 2.700 Euro brutto monatlich.
- Unterkunft in den Kasernen während der Ausbildung und Uniform stellt die Bundeswehr kostenfrei.
- Für Zuschläge und die Beförderung zum Gefreiten nennt die Seite keinen Betrag.
- Den Führerscheinzuschuss gibt es erst ab mindestens zwölf Monaten Dienstzeit.
Wie hoch ist der Grundsold im neuen Wehrdienst?
Die Bundeswehr unterscheidet zwei Gruppen. Freiwillige Wehrdienst Leistende dienen in der Regel bis zu elf Monate, Soldatinnen und Soldaten auf Zeit ab zwölf Monaten. Für die erste Gruppe nennt die Seite etwa 2.600 Euro brutto im Monat, für die zweite rund 2.700 Euro brutto. Laut Seite gelten diese Regeln seit dem 1. Januar 2026.
Die beiden Beträge liegen dicht beieinander. Der Unterschied ergibt sich aus der Verpflichtungsdauer, die die Seite als Grenze setzt. Wer sich für mehr als elf Monate entscheidet, wechselt in den Status als Soldat oder Soldatin auf Zeit. Die Dauer selbst behandelt der Ratgeber zur Wehrdienst-Dauer.
Die Beträge im Überblick
Die folgende Tabelle führt die Angaben der Bundeswehr zusammen. Wo die Seite keinen Betrag nennt, steht das ausdrücklich in der Zeile.
| Position | Dauer oder Anlass | Angabe laut Bundeswehr |
|---|---|---|
| Freiwillige Wehrdienst Leistende | 6 bis 11 Monate | etwa 2.600 Euro brutto monatlich (Grundgehalt) |
| Soldat oder Soldatin auf Zeit | ab 12 Monaten | rund 2.700 Euro brutto monatlich |
| Beförderung zum Gefreiten | meist nach drei Monaten | kein Betrag auf der Seite |
| Zuschläge für Überstunden oder Nachtarbeit | laufend | kein Betrag auf der Seite |
| Verpflegung | während des Dienstes | etwa 10 Euro täglich (Rundum-Verpflegung) |
Welche Leistungen die Bundeswehr zusätzlich stellt
Neben dem Grundgehalt nennt die Bundeswehr mehrere Sachleistungen. Sie wirken sich direkt auf deine monatlichen Ausgaben aus, weil du bestimmte Kosten nicht selbst trägst.
- Unterkunft in den Kasernen während der Ausbildung ist kostenfrei.
- Die Verpflegung wird über die Bundeswehr bereitgestellt, die Seite beziffert sie mit etwa zehn Euro täglich.
- Krankenkassenbeiträge entfallen, weil die truppenärztliche Versorgung kostenfrei ist. Was das für die Krankenversicherung bedeutet, erklärt der Ratgeber zu Krankenversicherung im Wehrdienst.
- Uniform und Ausrüstung sind kostenfrei, Bahnfahrten in Uniform ebenso.
Der Führerscheinzuschuss im Detail
Ein Zuschuss für den Führerschein ist an eine Mindestdienstzeit geknüpft. Die Seite nennt zwölf Monate und einen Dienstantritt nach dem 1. Januar 2026. Dann gibt es bis zu 3.500 Euro für die Klasse B und bis zu 5.000 Euro für den LKW-Führerschein.
Das Ausstellungsdatum des Führerscheins darf höchstens ein Jahr nach dem Ende der Dienstzeit liegen. Wer den Zuschuss plant, sollte den Führerschein deshalb rechtzeitig nach dem Dienstende machen.
So rechnest du das Netto selbst
Ein Netto-Betrag hängt von Steuern und weiteren Abzügen ab, die im Einzelfall verschieden ausfallen. Deshalb rechnet dieser Ratgeber kein Netto aus. Das folgende Vorgehen zeigt, wie du mit den belegten Zahlen arbeitest.
- Annahme: Du erhältst das Grundgehalt von etwa 2.600 Euro brutto monatlich.
- Trage den Betrag in den Abgabenrechner des Bundesfinanzministeriums (bmf-steuerrechner.de) ein und wähle deine Steuerklasse und deinen Familienstand.
- Berücksichtige die Sachleistungen getrennt, denn Unterkunft und Uniform fließen nicht in das Gehalt ein.
- Prüfe, ob weitere Abzüge anfallen, und frage bei der zuständigen Stelle nach, wenn die Seite etwas offenlässt.
Brutto und Netto richtig lesen
Alle Zahlen der Bundeswehr sind Bruttobeträge. Brutto ist der Betrag vor Steuern und Abzügen. Netto ist das, was auf dem Konto ankommt, und dieser Wert hängt von deiner persönlichen Situation ab. Wer Brutto und Netto verwechselt, überschätzt schnell den verfügbaren Betrag.
Die Sachleistungen erhöhen den finanziellen Vorteil zusätzlich, weil sie in der Gehaltszahl nicht enthalten sind. Unterkunft in der Ausbildung und Uniform musst du nicht bezahlen. Dadurch sinken deine Ausgaben, ohne dass sich das Grundgehalt ändert.
Welche Angaben noch offen sind
Einige Punkte lässt die Seite offen. Dazu gehören die Höhe von Zuschlägen, der Betrag nach der Beförderung und die genaue Abrechnung der Verpflegung. Auch wie sich die Beträge künftig entwickeln, geht aus der Seite nicht hervor. Die Angaben haben den Stand 19.12.2025, deshalb solltest du vor einer Entscheidung den aktuellen Stand bei der Bundeswehr erfragen.
Wie du das Gehalt in deine Planung einbeziehst
Für die Planung eignet sich eine einfache Rechnung: Du nimmst den Nettobetrag, ziehst deine festen Ausgaben ab und prüfst, was übrig bleibt. Die kostenfreie Unterkunft und die Uniform sind dabei eine Entlastung, die in keiner Netto-Zahl auftaucht. Eigene Wohnkosten am bisherigen Wohnort laufen dagegen weiter, weil die Unterkunft in der Kaserne nur den Zeitraum des Dienstes abdeckt. Diese Kosten solltest du deshalb gesondert einplanen. Gerade in den ersten Monaten lohnt sich dieser Blick, weil sich die Ausgaben dann am stärksten auf das verfügbare Geld auswirken.
Häufige Fragen
Wird die Verpflegung auf den Sold angerechnet?
Die Seite beschreibt die Verpflegung als Sachleistung mit einem Wert von etwa zehn Euro täglich. Wie das in deiner Abrechnung dargestellt wird, klärt die zuständige Dienststelle im Einzelfall.
Steigt der Sold nach einer Beförderung?
Laut Seite werden die meisten Freiwilligen nach drei Monaten zum Gefreiten befördert, der Sold steigt dadurch. Einen konkreten Betrag nennt die Seite nicht. Die Höhe soll sich laut Seite aus den Besoldungstabellen ergeben.
Gibt es Zuschläge für Nachtarbeit oder Überstunden?
Die Seite erwähnt Zuschläge für Überstunden oder Nachtarbeit, nennt aber keinen Betrag. Die aktuellen Sätze erfährst du daher am besten direkt von der Bundeswehr.
Ist der Sold steuerpflichtig?
Die Angaben der Bundeswehr sind Bruttobeträge. Ob und in welcher Höhe Steuern anfallen, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Für eine Schätzung eignet sich der Abgabenrechner des Bundesfinanzministeriums.
So gehst du jetzt vor
- Lege die Dauer fest, die du dienen möchtest, denn sie bestimmt die Höhe des Grundgehalts.
- Rechne den Netto-Betrag mit dem Abgabenrechner des Bundesfinanzministeriums nach.
- Prüfe, ob du den Führerscheinzuschuss mit deiner Dienstzeit erreichst.
- Lass dir die aktuellen Zuschläge und Besoldungstabellen von der Bundeswehr bestätigen, bevor du planst.
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Quellen: Neuer Wehrdienst, bundeswehr.de (Stand der Seite: 19.12.2025, Abschnitt Sold und Bezüge).
Stand: November 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und keine individuelle Beratung.