Die Disputation ist die mündliche Prüfung, in der du deine Dissertation verteidigst. Sie zeigt, dass du den Forschungsstand kennst und deine Auffassungen begründen kannst. Anders als das Rigorosum konzentriert sie sich auf ein Thema und nicht auf mehrere Fächer.
Kurz beantwortet: Die Disputation ist die mündliche Verteidigung deiner Dissertation. Sie besteht aus einem Referat von höchstens 20 Minuten und einer anschließenden Fragerunde. In Göttingen dauert sie 90 bis 120 Minuten und ist hochschulöffentlich (Stand: Oktober 2026).
Das Wichtigste in Kürze
- Die Disputation ist die mündliche Verteidigung deiner Dissertation.
- Das Referat dauert höchstens 20 Minuten und behandelt Ziele und Ergebnisse der Arbeit.
- Danach stellen die Prüfenden Fragen, auch zum größeren wissenschaftlichen Zusammenhang.
- In Göttingen dauert die Prüfung 90 bis 120 Minuten.
- Die Note wird per Beschluss der Kommission festgestellt.
Wie läuft eine Disputation ab?
- Die Dissertation ist eingereicht, begutachtet und angenommen.
- Das Prüfungsamt legt den Termin fest und teilt ihn spätestens eine Woche vorher schriftlich mit.
- Du hältst das Referat von höchstens 20 Minuten zu Zielen und Ergebnissen deiner Arbeit.
- Die Prüfenden stellen Fragen, auch zum größeren wissenschaftlichen Zusammenhang.
- Ein Protokoll wird angefertigt und von den anwesenden Mitgliedern unterschrieben. Danach entscheidet die Kommission nichtöffentlich über das Bestehen.
Hochschulöffentlich bedeutet, dass die Prüfung nicht nur vor der Kommission stattfindet. Angehörige der Hochschule können also zuhören. Ob und wie viele Gäste Platz haben, regelt die Hochschule im Einzelfall.
Wie wird die Note gebildet?
Bei der Disputation wird die Note durch Beschluss der Prüfungskommission festgestellt. Die möglichen Noten sind summa cum laude, magna cum laude, cum laude und rite. Bei nicht ausreichender Leistung lautet das Ergebnis non rite. Im Unterschied zum Rigorosum wird hier nicht aus mehreren Fächern gemittelt.
| Merkmal | Disputation | Rigorosum |
|---|---|---|
| Schwerpunkt | Dissertation und ihr Forschungszusammenhang | Mehrere Fachgebiete |
| Dauer in Göttingen | 90 bis 120 Minuten | rund 120 Minuten |
| Bewertung | Beschluss der Kommission | Gewichtetes Mittel der Fächer |
Häufige Fragen
Muss ich meine Dissertation vor der Kommission verteidigen?
Ja, genau dafür ist die Disputation da. Du sollst zeigen, dass du den Forschungsstand kennst und deine Ergebnisse begründen kannst. Die Fragen können über deine Arbeit hinausgehen.
Wer sitzt in der Prüfungskommission?
Mindestens zwei Drittel der Mitglieder müssen anwesend sein. Darunter sind bei der Disputation mindestens zwei Gutachtende deiner Dissertation. Die Zusammensetzung legt die Fakultät fest.
Was passiert, wenn ich die Disputation nicht bestehe?
Dann lautet die Bewertung non rite. Nach den Regeln der Universität Göttingen kann die Prüfung einmal innerhalb eines Jahres wiederholt werden, frühestens nach sechs Monaten. Prüfe die Fristen deiner eigenen Fakultät.
Ab wann gilt die Promotion als bestanden?
Der Tag der bestandenen mündlichen Prüfung gilt als Promotionsdatum. Den Doktortitel führst du, sobald die Doktorurkunde überreicht ist.
Passend dazu
- Glossar: Doktorand einfach erklärt
- Glossar: Dissertation einfach erklärt
- Glossar: Rigorosum einfach erklärt
- Promotion in Deutschland: Wege, Dauer, Finanzierung und Doktortitel
- Krankenversicherung in der Promotion
Quellen: Universität Göttingen, Promotionsverfahren: Die mündliche Prüfung (abgerufen am 27. Oktober 2026, Seite ohne Datumsangabe, Angaben beruhen auf der dort genannten Promotionsordnung).
Stand: Oktober 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und keine individuelle Beratung.