More info

Strom sparen im Studium: Energie und Nebenkosten senken

So sparst du als Student Strom und Heizkosten: Tarifwechsel, Standby, Kühlschrank, Heizen und Absprachen in der WG im Überblick.
Symbolbild: Strom sparen als Student

Inhalt

Wer als Student Strom sparen will, hat zwei Hebel. Der eine ist der Tarif, der andere das eigene Verhalten. Beim Tarif lohnt der Vergleich, wenn du noch in der Grundversorgung steckst. Beim Verhalten zählen Standby, Kühlschrank, Waschen und Heizen, weil sie ständig oder regelmäßig Energie verbrauchen. In der Wohnung zahlst du außerdem Nebenkosten, die in der Abrechnung nachträglich ausgeglichen werden. Wer das früh im Blick hat, vermeidet Nachzahlungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Prüfe zuerst, ob Strom und Heizung in deiner Miete enthalten sind oder ob du einen eigenen Vertrag hast.
  • Ein Wechsel aus der Grundversorgung in einen anderen Tarif ist der schnellste Hebel, wenn du einen eigenen Stromvertrag hast.
  • Zu den größten Stellschrauben im Alltag zählen Standby-Geräte, Kühlschrank, Waschmaschine und Heizung.
  • Wer in einer WG wohnt, spart über feste Absprachen: Wer zahlt was, wer schaltet was aus.
  • Hebe Zählerstände zum Einzug und Auszug auf, damit die Abrechnung stimmt.

Wie wohnst du, und wer zahlt den Strom?

Bevor du Spartipps umsetzt, klärst du, wer dein Versorger ist. Im Wohnheim sind Strom und Heizung häufig in der Miete enthalten. Dort sparst du Energie vor allem im Sinne der Gemeinschaft, nicht auf deiner Rechnung. In einer eigenen Wohnung oder WG gibt es dagegen meist einen eigenen Stromvertrag, dazu Nebenkosten für Heizung und Wasser.

Wie diese Kosten im Mietvertrag geregelt sind, steht in den Angaben zur Warmmiete und zu den Vorauszahlungen. Eine Orientierung gibt der Beitrag, wie du den Mietvertrag verstehen kannst. Bei einer WG sollte außerdem klar sein, wer den Stromvertrag führt und wie die Kosten aufgeteilt werden.

Lohnt sich der Wechsel des Stromanbieters für Studenten?

Meist ja, wenn du noch in der Grundversorgung bist. Das ist der Tarif, in den du automatisch fällst, wenn du keinen anderen Vertrag abschließt. Er ist oft teurer als Tarife, die du selbst wählst. Ein Vergleichsportal zeigt dir die Preise für deine Postleitzahl und deinen Jahresverbrauch. Prüfe vor dem Abschluss die Laufzeit, die Kündigungsfrist und ob Neukundenboni an Bedingungen geknüpft sind.

Als Hauptmieter oder Vertragsinhaber des Stromzugangs kannst du wechseln. Wohnst du zur Untermiete oder im Wohnheim mit Strom in der Miete, fehlt dir dafür oft die Grundlage. Frag dann bei der Vermieterin oder beim Studierendenwerk nach.

  • Jahresverbrauch aus der letzten Abrechnung nehmen, nicht schätzen.
  • Bonus und Preisgarantie genau lesen: Ein Bonus im ersten Jahr gleicht einen höheren Arbeitspreis in den Folgejahren nicht dauerhaft aus.
  • Kündigungsfrist und Vertragslaufzeit notieren, damit du rechtzeitig vergleichen kannst.

Wie senkst du den Stromverbrauch im Alltag?

Wie viel Strom kosten Standby-Geräte?

Geräte im Standby-Modus laufen weiter, auch wenn du sie nicht nutzt. Das betrifft Fernseher, Spielkonsole, Ladegeräte, WLAN-Router und Netzteile von Laptop und Monitor. Eine Steckdosenleiste mit Schalter schaltet mehrere Geräte auf einmal komplett ab. Das lohnt sich vor allem am Schreibtisch und vor dem Fernseher.

Wie nutze ich den Kühlschrank sparsam?

Der Kühlschrank läuft rund um die Uhr, deshalb zählt jede Gewohnheit. Stelle keine warmen Speisen hinein, schließe die Tür zügig und taue ein vorhandenes Gefrierfach regelmäßig ab. Eine zu niedrig eingestellte Temperatur kostet unnötig Strom. Die richtige Einstellung steht in der Anleitung deines Geräts.

Was spart beim Waschen und Spülen?

Wasche mit voller Trommel und nicht heißer als nötig. Wäsche an der Luft zu trocknen, spart gegenüber dem Trockner Strom. Ein Geschirrspüler arbeitet im Sparprogramm effizient, wenn du ihn voll belädst. In einer WG teilen sich mehrere Personen die Maschine, das verbessert die Auslastung.

Wie koche ich energiesparend?

Töpfe mit Deckel brauchen weniger Energie. Erhitze nur so viel Wasser im Wasserkocher, wie du brauchst. Und nutze die Restwärme von Herdplatte und Ofen, indem du früher abschaltest.

Wie kannst du Heizkosten sparen?

Wie hoch deine Heizkosten ausfallen, hängt von Gebäude, Lage und Verhalten ab. Gebäude und Lage kannst du nicht ändern, dein Verhalten schon.

  • Stoßlüften statt Dauerlüften: Fenster kurz weit öffnen und die Heizung währenddessen abdrehen. Gekippte Fenster kühlen die Räume langsam aus und kosten Heizenergie.
  • Nicht unnötig überheizen: Schlafräume brauchen weniger Wärme als der Raum, in dem du am Schreibtisch sitzt.
  • Heizung bei Abwesenheit zurückdrehen, aber nicht ganz abstellen. Ausgekühlte Wände begünstigen Schimmel und müssen später wieder aufgeheizt werden.
  • Heizkörper freihalten: Möbel und Vorhänge davor halten die Wärme im Raum auf.

Was kannst du in der WG gemeinsam tun?

In einer WG entscheidet die Abstimmung. Legt fest, wer den Stromvertrag führt, wie ihr die Kosten teilt und wer das Thermostat bedient. Hängt einen einfachen Zettel mit den Regeln für Lüften und Heizen in die Küche. Wer Monatsabschläge und Nachzahlungen früh bespricht, vermeidet Streit am Jahresende.

Auch das Gesamtbudget hilft: Wer Fixkosten wie Strom, Internet und Versicherungen zusammen betrachtet, erkennt Sparpotenzial leichter. Mehr dazu steht im Beitrag, wie du Fixkosten im Studium reduzieren kannst. Weitere Ideen findest du in den Spartipps für Studenten und unter Studentenrabatte.

Was passiert mit eingesparten Euro?

Wer regelmäßig ein paar Euro im Monat weniger für Energie ausgibt, kann den Betrag als Rücklage für eine mögliche Nachzahlung beiseitelegen. Wie du mit kleinen Beträgen anfängst, steht im Beitrag über Geld anlegen und sparen als Student.

Häufige Fragen

Wie kann ich als Student Strom sparen?

Am wirksamsten sind drei Dinge: Geräte im Standby komplett abschalten, Kühlschrank und Waschmaschine sparsam nutzen und bei eigenem Stromvertrag den Tarif vergleichen. Dazu kommt das Heizverhalten, das über die Nebenkosten abgerechnet wird.

Kann ich als Student den Stromanbieter wechseln?

Ja, wenn du einen eigenen Stromvertrag hast, etwa in einer eigenen Wohnung oder als Vertragsinhaber in der WG. Bei Strom in der Miete, zum Beispiel im Wohnheim, hast du meist keinen eigenen Vertrag. Frag im Zweifel bei Vermieterin oder Studierendenwerk nach.

Wie kann ich Heizkosten in der Studentenwohnung senken?

Lüfte kurz und kräftig statt dauerhaft über gekippte Fenster, drehe die Heizung beim Lüften ab und halte Heizkörper frei. Heize Räume, die du wenig nutzt, nicht voll auf. Regle die Heizung bei Abwesenheit herunter, ohne sie ganz auszuschalten.

Was ist die Grundversorgung beim Strom?

Die Grundversorgung ist der Tarif des örtlichen Versorgers, in den du automatisch fällst, wenn du keinen eigenen Vertrag abschließt. Er ist oft teurer als Tarife, die du selbst auswählst.

So gehst du jetzt vor

  1. Kläre, ob Strom und Heizung in deiner Miete enthalten sind.
  2. Wenn du einen eigenen Stromvertrag hast: Jahresverbrauch ablesen und Tarife vergleichen.
  3. Besorge eine Steckdosenleiste mit Schalter und schalte Standby-Geräte ab.
  4. Sprich in der WG Heizen, Lüften und Kostenteilung ab.
  5. Fotografiere Zählerstände bei Einzug und Auszug.

Quelle: Energiewirtschaftsgesetz, § 36 EnWG (Grundversorgung von Haushaltskunden, Gesetze im Internet), abgerufen am 25.10.2026.

Passend dazu

Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine individuelle Beratung.

This guide is also available in English: Read the English version.

Teilen

Weitere Artikel

Berufseinsteigerin mit Mitarbeiterausweis am ersten Arbeitstag

Bewerbung ohne Berufserfahrung: Diese Unterlagen zählen

Zwei Studentinnen auf dem Campus im Herbst

ADHS im Studium: Nachteilsausgleich beantragen

Studentin mit Fahrradhelm vor einem Universitätsgebäude

Hundehaftpflicht Kosten: Was den Beitrag bestimmt und was sie zahlt