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Lebenslauf für Studenten: So erstellst du ihn Schritt für Schritt

Aufbau, Vorlage und Formulierungen für den Lebenslauf als Student, auch ohne Berufserfahrung und für Praktikum und Werkstudentenstelle.
Symbolbild: Lebenslauf für Studenten

Inhalt

Ein Lebenslauf für Studenten ist tabellarisch aufgebaut, beginnt mit den neuesten Stationen und passt meist auf eine Seite. Auch ohne lange Berufserfahrung wirkt er überzeugend, wenn Studium, Praktika, Nebenjobs, Projekte und Engagement mit konkreten Aufgaben und Ergebnissen beschrieben sind. Das gilt für den ersten Job nach dem Studium genauso wie für Bewerbungen um Praktika oder Werkstudentenstellen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Reihenfolge: Kontaktdaten, optional Kurzprofil, Studium und Schule, Praxiserfahrung, Kenntnisse, Weiterbildung. Immer mit der aktuellsten Station zuerst.
  • Ohne Berufserfahrung zählen Praktika, Nebenjobs, Uni-Projekte, Ehrenamt und Auslandsaufenthalte, sofern du Aufgaben und Ergebnisse nennst.
  • Ein Lebenslauf pro Stelle: Passe Reihenfolge, Schwerpunkte und Kurzprofil an die Ausschreibung an.
  • Schicke den Lebenslauf als PDF, einheitlich formatiert und von einer zweiten Person gegengelesen.

Wie sieht ein Lebenslauf für Studenten aus? Aufbau und Vorlage

Wer eine Lebenslauf-Vorlage für Studenten sucht, braucht vor allem eine klare Reihenfolge. Die Abschnitte lassen sich in jedem Textprogramm oder Designtool nachbauen.

AbschnittDas gehört hineinWorauf du achtest
KontaktdatenName, Wohnort, Telefonnummer, E-Mail, optional LinkedIn oder PortfolioSeriöse E-Mail-Adresse mit Vor- und Nachname, Mailbox-Ansage prüfen
Kurzprofil (optional)Zwei bis drei Sätze zu Studienfach, Schwerpunkt und ZielFür jede Bewerbung neu formulieren
Studium und SchuleStudiengang, Hochschule, Zeitraum, voraussichtlicher Abschluss, Schwerpunkte, AbiturNur Kurse nennen, die zur Stelle passen
PraxiserfahrungPraktika, Werkstudentenjobs, Nebenjobs, Projekte, EhrenamtJe Station Zeitraum, Position, Arbeitgeber und zwei bis vier Stichpunkte
KenntnisseSprachen mit Niveau, Software, ProgrammiersprachenNur Angaben, die du im Gespräch belegen kannst
WeiterbildungKurse, Zertifikate, WorkshopsTitel, Anbieter und Datum
Auszeichnungen und StipendienPreise, Stipendien, FörderungenKurz und mit Jahr
Interessen (optional)Hobbys mit Bezug zu FähigkeitenNur aufnehmen, wenn sie etwas über dich aussagen

Wer sich noch für ein Stipendium bewerben will, findet im Beitrag Stipendium bewerben, worauf die Auswahlgremien achten.

Wie schreibst du einen Lebenslauf ohne Berufserfahrung?

Für einen Lebenslauf ohne Berufserfahrung nimmst du alles auf, womit du Fähigkeiten belegen kannst: Seminar- und Abschlussprojekte, Nebenjobs, Engagement in Fachschaft oder Verein, Sprachaufenthalte und Online-Kurse. Entscheidend ist die Beschreibung. Eine Stichpunktzeile sollte immer beantworten, was du getan hast und was dabei herauskam.

Die folgenden Formulierungsbeispiele sind erfunden und zeigen nur das Prinzip.

Schwache FormulierungKonkretere Formulierung
Mitarbeit im Social-Media-TeamPlanung und Veröffentlichung wöchentlicher Instagram-Beiträge für die Fachschaft
Kellnerin im CaféService im Café mit Verantwortung für Kasse und Abrechnung am Wochenende
Gruppenprojekt MarktanalyseMarktanalyse im Team: Online-Umfrage entwickelt, Ergebnisse mit Excel ausgewertet und präsentiert

Soft Skills wie Teamfähigkeit oder Zuverlässigkeit musst du nicht als Liste aufführen. Sie werden glaubwürdig, wenn sie in solchen Beschreibungen sichtbar werden. Schreibst du dennoch einen eigenen Block, nenne nur Eigenschaften, die du mit einem Beispiel unterlegen kannst.

Was gehört in den Lebenslauf für ein Praktikum?

Beim Lebenslauf für ein Praktikum steht das Studium im Mittelpunkt. Nenne Schwerpunkte, Seminare und Projekte, die zum Bereich passen, dazu Software- und Sprachkenntnisse aus der Ausschreibung. Ein Kurzprofil zeigt, welchen Bereich du suchst. Ein Beispiel: „Studentin der Betriebswirtschaftslehre im 4. Semester mit Schwerpunkt Marketing. Suche ein Praktikum im Bereich Social Media, um Erfahrung in Content-Planung und Auswertung zu sammeln.“

Wie du Stellen findest und das Anschreiben aufbaust, steht im Beitrag zur Frage, wie du dich um ein Praktikum bewerben kannst.

Wie gestaltest du deinen Lebenslauf? Tipps zur CV-Gestaltung

Bei der CV-Gestaltung gilt: Lesbarkeit vor Dekoration. Wähle eine gut lesbare Schrift wie Arial oder Calibri in normaler Textgröße und nutze sie durchgehend. Genug Weißraum zwischen den Abschnitten und einheitliche Abstände machen den Lebenslauf schneller erfassbar als farbige Elemente.

  • Reihenfolge: Rückwärts chronologisch, die aktuellste Station steht oben.
  • Länge: Eine Seite genügt meist. Zwei Seiten sind in Ordnung, wenn viele relevante Stationen dazukommen.
  • Format: Speichere die Datei als PDF, damit Layout und Schrift auf jedem Gerät gleich bleiben.
  • Dateiname: Benenne sie nachvollziehbar, zum Beispiel „Lebenslauf_Nachname.pdf“.

Wie passt du deinen Lebenslauf an eine Stelle an?

Lies die Ausschreibung und markiere, welche Aufgaben und Anforderungen genannt werden. Übernimm Begriffe, die tatsächlich auf dich zutreffen, und stelle die passendsten Erfahrungen nach vorn. Ein Praktikum im Kundenservice zählt für eine Vertriebsstelle mehr als für eine Stelle in der Forschung. Das Kurzprofil richtest du ebenfalls auf die Stelle aus.

Ist der Lebenslauf fertig, geht es an Anschreiben und Gespräch. Wie du dich als Student bewerben kannst, vom Anschreiben bis zur Werkstudentenstelle, steht in einem eigenen Beitrag. Eine Anleitung, wie du dich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten kannst, gibt es ebenfalls.

Was prüfst du vor dem Absenden?

  • Rechtschreibung und Grammatik: Lies mit Abstand mehrfach durch und lass eine zweite Person gegenlesen. Die Prüffunktion des Programms ersetzt das nicht.
  • Zeiträume: Datumsangaben lückenlos und in gleicher Schreibweise, Lücken kurz erklärbar.
  • Konsistenz: Gleiche Schrift, gleiche Aufzählungszeichen, gleiche Abstände.
  • Kontaktdaten: Telefonnummer und E-Mail-Adresse stimmen und sind erreichbar.

Häufige Fragen

Was gehört in einen Lebenslauf für Studenten?

Kontaktdaten, Studium und Schulabschluss, Praktika, Nebenjobs, Projekte, Sprach- und Softwarekenntnisse sowie Weiterbildungen. Ein Kurzprofil und Interessen sind optional. Alles ist in umgekehrter Reihenfolge sortiert, also mit der neuesten Station zuerst.

Wie lang darf ein Lebenslauf für Studenten sein?

Eine Seite reicht in den meisten Fällen aus, vor allem am Anfang des Studiums. Mit mehreren relevanten Praktika und Projekten sind zwei Seiten üblich. Wichtiger als die Seitenzahl ist, dass jede Zeile zur Stelle passt.

Was schreibe ich in den Lebenslauf, wenn ich keine Berufserfahrung habe?

Nutze Studium, Seminar- und Abschlussprojekte, Nebenjobs, Ehrenamt, Sprachkenntnisse und Weiterbildungen. Beschreibe bei jeder Station Aufgabe und Ergebnis. So wird sichtbar, was du kannst, auch wenn der Titel „Praktikant“ oder „Werkstudent“ noch fehlt.

Muss ich Noten im Lebenslauf angeben?

Nein. Gute Noten, die zur Stelle passen, kannst du nennen. Andernfalls sind Schwerpunkte, Projekte und Praxiserfahrung die stärkeren Belege. Fragt die Ausschreibung ausdrücklich nach Noten oder Zeugnissen, reichst du sie ein.

Welche Hobbys passen in den Lebenslauf?

Solche, die eine Fähigkeit zeigen, etwa Vereinsarbeit, Mannschaftssport oder ein Projekt, das du organisierst. Formuliere kurz, was du dort machst. Allgemeine Einträge wie „Reisen“ ohne Bezug nehmen nur Platz weg.

So gehst du jetzt vor

  1. Sammle alle Stationen aus Studium, Jobs, Projekten und Ehrenamt in einer Liste mit Zeiträumen.
  2. Baue daraus die Vorlage nach der Tabelle oben und formuliere pro Station Aufgabe und Ergebnis.
  3. Schreibe ein Kurzprofil für die erste Bewerbung und passe es später an.
  4. Lass den Lebenslauf gegenlesen und speichere ihn als PDF.

Quelle: Den perfekten Lebenslauf erstellen, Bundesagentur für Arbeit (meinBERUF), abgerufen am 25.10.2026. Dort heißt es, der Lebenslauf sei tabellarisch und chronologisch auf einer bis maximal zwei A4-Seiten zu schreiben.

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Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine individuelle Beratung.

This guide is also available in English: Read the English version.

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