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Wie viel Geld brauchst du als Student im Monat?

Wie viel Geld ein Student im Monat braucht, hängt vor allem von der Miete ab. Hier stehen belegte Richtwerte, Fixkosten nach Stadt und ein Rechenbeispiel.
Symbolbild: Geldbedarf als Student im Monat

Wie viel Geld braucht man als Student im Monat? Zwei belegte Richtwerte liegen bei rund 990 €: Der BAföG-Höchstsatz für Studierende in eigener Wohnung beträgt 992 € (inklusive Kranken- und Pflegeversicherung), der Unterhaltsbedarf für ein auswärts wohnendes studierendes Kind in der Düsseldorfer Tabelle 990 € ohne Versicherung. Die Miete entscheidet am stärksten: Ein WG-Zimmer kostet im Bundesdurchschnitt 510 €, in München 850 €.

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Richtwert dienen 992 € (BAföG-Höchstsatz) und 990 € (Unterhaltsbedarf, ohne Kranken- und Pflegeversicherung).
  • Ein WG-Zimmer kostet im Durchschnitt 510 € im Monat. In 76 von 90 untersuchten Hochschulstädten liegt die Miete über der BAföG-Wohnpauschale von 380 €.
  • Die studentische Krankenversicherung kostet je nach Kasse rund 143 € bis 148 € im Monat, wenn du nicht familienversichert bist.
  • Für Essen, Freizeit, Kleidung und Handy gibt es keine verlässlichen amtlichen Durchschnittswerte. Deine eigenen Kontoauszüge sind die bessere Grundlage.

Welche Richtwerte gibt es für das Monatsbudget?

Für den Gesamtbedarf nutzt du am besten zwei Anker, einen aus dem BAföG und einen aus dem Unterhaltsrecht. Beide gelten für Studierende in eigener Wohnung.

RichtwertBetrag pro MonatWas enthalten ist
BAföG-Höchstsatz (unter 30)992 €Grundbedarf 475 €, Wohnpauschale 380 €, Zuschlag Krankenversicherung 102 €, Zuschlag Pflegeversicherung 35 €
Unterhaltsbedarf nach Düsseldorfer Tabelle (Stand 2025)990 €Darin bis zu 440 € Warmmiete. Kranken- und Pflegeversicherung kommen obendrauf

Rechnest du zum Unterhaltsbedarf die Beiträge der studentischen Krankenversicherung von rund 143 € bis 148 € hinzu, landest du bei knapp 1.140 €. Den BAföG-Höchstsatz nennen die BAföG-FAQ der Studierendenwerke, den Unterhaltsbedarf die Seite Kosten des Studiums. Der Wert von 990 € ist der Orientierungswert aus 2025. Wie sich BAföG zusammensetzt, erklärt der Überblick BAföG im Überblick.

Wie hoch ist die Miete für Studenten im Durchschnitt?

Ein WG-Zimmer kostet bundesweit durchschnittlich 510 € im Monat. München liegt bei 850 €, Berlin und Hamburg bei je 650 €, Köln bei 640 €. Das ergibt das Hochschulstädte-Scoring 2026 des Moses Mendelssohn Instituts mit Daten von WG-Gesucht.de, das vom Deutschen Studierendenwerk am 17. September 2026 vorgestellt wurde.

In 76 von 90 untersuchten Hochschulstädten liegt die Durchschnittsmiete über der BAföG-Wohnpauschale von 380 €. In diesen Städten leben 84 % aller Studierenden. Im Bundesschnitt fehlen dir damit 130 € zwischen Pauschale und Zimmermiete, in München 470 €. Nach dem Regierungsentwurf soll die Wohnpauschale zum 1. April 2027 auf 440 € steigen. Beschlossen ist das noch nicht.

Prüfe auch die Wohnheimplätze deines Studierendenwerks. Einen bundesweiten Durchschnitt für Wohnheimmieten gibt es nicht, die Preise hängen vom Standort ab. Frag früh nach, wie lang die Wartezeiten sind.

Was kostet die Krankenversicherung für Studenten?

Die studentische Krankenversicherung (KVdS) kostet 118,16 € im Monat, wenn du unter 23 bist oder ein Kind hast, und 123,29 €, wenn du kinderlos und mindestens 23 bist. Dazu kommt der Zusatzbeitrag deiner Kasse. Beim durchschnittlichen Satz von 2,9 % sind das rund 143 € beziehungsweise 148 € im Monat.

Die Berechnung beruht auf 855 € Bemessungsgrundlage und einem Beitragssatz von 10,22 %. Der Basisbeitrag liegt bei 87,38 € und ist bundesweit gleich. Eine Übersicht liefert die Beitragsübersicht der Techniker Krankenkasse.

Beitragsfrei über die Eltern bist du familienversichert, wenn dein Gesamteinkommen unter 565 € im Monat liegt (bei ausschließlichem Minijob 603 €) und du nicht älter als 25 bist. Bist du selbst versichert und bekommst BAföG, gibt es dazu einen festen Zuschlag. Details stehen im Beitrag zum BAföG-Zuschlag für die Krankenversicherung.

Was kommt an Semesterbeitrag, Ticket und Rundfunkbeitrag dazu?

Der Semesterbeitrag setzt sich aus Beiträgen für die Studierendenschaft, das Studierendenwerk und gegebenenfalls das Semesterticket zusammen. Er ist an jeder Hochschule anders. Schau in die Rückmeldeunterlagen deiner Hochschule. Einige Länder erheben zusätzlich Einschreibe-, Verwaltungs- oder Rückmeldegebühren von etwa 50 € pro Semester. Allgemeine Studiengebühren gibt es in keinem Land.

Das Deutschland-Semesterticket kostet 2026 37,80 € im Monat (226,80 € pro Semester), wo es angeboten wird. Das Deutschlandticket liegt bei 63 €. Für 2027 sind 66,80 € beziehungsweise 40,08 € beschlossen.

Der Rundfunkbeitrag beträgt 18,36 € pro Monat und Wohnung. Wer BAföG bezieht und nicht bei den Eltern wohnt, kann sich auf Antrag beim Beitragsservice befreien lassen. Die Befreiung wirkt bis zu drei Jahre rückwirkend ab Antragstellung.

Wie sieht ein Rechenbeispiel für die Fixkosten aus?

Beispiel: Lea, 24, kinderlos, lebt in einem WG-Zimmer, ist in der KVdS (rund 148 € Beitrag) und nutzt das Deutschland-Semesterticket für 37,80 €. Die Tabelle zeigt, was nach Miete, Versicherung und Ticket vom BAföG-Höchstsatz von 992 € übrig bleibt, jeweils ohne Rundfunkbeitrag und ohne Semesterbeitrag außerhalb des Tickets.

StadtWG-ZimmerKranken- und PflegeversicherungSemesterticketSumme FixkostenRest von 992 €
Bundesdurchschnitt510 €148 €37,80 €695,80 €296,20 €
Köln640 €148 €37,80 €825,80 €166,20 €
Berlin, Hamburg650 €148 €37,80 €835,80 €156,20 €
München850 €148 €37,80 €1.035,80 €minus 43,80 €

Vom Rest bezahlst du Essen, Handy, Kleidung, Lernmaterial, Freizeit und alle unerwarteten Ausgaben. In München reicht der Höchstsatz nicht einmal für die Fixkosten. Dort brauchst du zusätzliches Einkommen, Unterhalt oder ein günstigeres Zimmer.

Wie planst du Essen, Freizeit und Kleidung?

Für diese Posten gibt es keine belegten Durchschnittswerte. Dein eigenes Verhalten ist die bessere Quelle: Nimm die Kontoauszüge der letzten drei Monate, sortiere die Ausgaben in Kategorien und bilde pro Kategorie einen Monatsmittelwert. So entsteht ein Budget, das zu dir passt. Eine Anleitung in drei Schritten findest du in der Budgetplanung im Studium.

Plane außerdem einen Puffer für Unvorhergesehenes ein. Ab dem 1. Januar 2027 steigen die gesetzlichen Zuzahlungen: Das Minimum liegt dann bei 7,50 €, das Maximum bei 15 €, stationär sind es 15 € pro Tag. Das ist bereits beschlossen.

Wie deckst du den Monatsbedarf?

Die gängigen Quellen sind BAföG, Unterhalt der Eltern und ein Nebenjob. Wer BAföG bekommt, darf bis 603 € brutto im Monat verdienen, ohne dass die Förderung sinkt. Bei einem Mindestlohn von 13,90 € sind das rund 43 Arbeitsstunden im Monat. Als Werkstudent bleibst du bei höchstens 20 Wochenstunden in der Vorlesungszeit in Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei. Ideen für den Nebenjob findest du in dem Beitrag zu Geld verdienen neben dem Studium.

Besteht kein BAföG-Anspruch, helfen Alternativen. Eine Übersicht gibt der Beitrag zum Studium finanzieren ohne BAföG. Stipendien ergänzen das Budget zusätzlich. Das Deutschlandstipendium zahlt 300 € im Monat. Welche Arten es gibt, zeigt der Überblick über Stipendien. Über die Gesamtsumme informiert dich der Beitrag, was ein Studium insgesamt kostet.

Was ändert sich mit Kind im Studium?

Mit einem Kind unter 14 Jahren erhältst du beim BAföG einen Kinderbetreuungszuschlag von 160 € pro Kind und Monat. Außerdem steigt der Vermögensfreibetrag um 2.300 € je Kind. Wie hoch dein Gesamtbedarf wird, hängt von Wohnort und Wohnform ab.

Häufige Fragen

Wie viel Geld braucht man als Student im Monat mindestens?

Als Anker gelten 992 € (BAföG-Höchstsatz inklusive Versicherung) und 990 € Unterhaltsbedarf ohne Versicherung. In teuren Städten liegt der tatsächliche Bedarf höher, weil allein die Miete bei 650 € bis 850 € liegen kann. Trage deine festen Kosten ein und rechne den Rest mit Kontoauszügen nach.

Wie hoch ist die durchschnittliche Miete für Studenten?

Ein WG-Zimmer kostet im Bundesdurchschnitt 510 € im Monat. München liegt bei 850 €, Berlin und Hamburg bei 650 €, Köln bei 640 €. Die Zahlen stammen aus dem Hochschulstädte-Scoring 2026 (Stand September 2026). Für Wohnheime gibt es keinen bundesweiten Durchschnitt, die Preise unterscheiden sich je nach Studierendenwerk.

Reicht der BAföG-Höchstsatz von 992 € zum Leben?

Er deckt die Fixkosten in vielen Städten, lässt aber wenig Spielraum. Nach Miete im Bundesschnitt (510 €), Krankenversicherung und Ticket bleiben etwa 296 € für Essen und alles Weitere. In München reicht er bei einem Zimmer von 850 € nicht aus. Prüfe deshalb zusätzliche Einnahmen wie einen Nebenjob.

Muss ich als Student Rundfunkbeitrag zahlen?

Grundsätzlich ja, 18,36 € pro Monat und Wohnung. Wer BAföG bezieht und nicht bei den Eltern wohnt, kann sich auf Antrag befreien lassen. Der Antrag geht an den Beitragsservice und wirkt bis zu drei Jahre rückwirkend. Wohnst du in einer WG, klärt ihr intern, wer den Beitrag für die Wohnung zahlt.

So gehst du jetzt vor

  1. Notiere Miete, Krankenversicherung, Ticket und weitere feste Kosten in einer Tabelle.
  2. Lies drei Monate Kontoauszüge aus und bilde Monatsmittelwerte für Essen, Freizeit und Kleidung.
  3. Vergleiche die Summe mit deinen Einnahmen aus BAföG, Unterhalt und Nebenjob.
  4. Prüfe Rundfunkbeitrag, BAföG-Zuschlag und Familienversicherung auf mögliche Entlastung.

Wenn du deine Krankenversicherung im Studium prüfen willst, findest du auf der Startseite von Academycon den Weg zur Beratung.

Erfahrungsberichte zur Beratung von Academycon stehen bei ProvenExpert und Trustlocal. Erwähnt wurde Academycon unter anderem in einer Pressemitteilung im Portal der Süddeutschen Zeitung. Eine Übersicht aller Erwähnungen steht auf der Presseseite.

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Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine individuelle Beratung.

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