Die SCHUFA hat 2026 ihr Bonitätsmodell umgestellt. Der neue Score bewertet deine Bonität auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten und ordnet sie in fünf Klassen ein. Was das für dich bedeutet, wie du deinen Score abrufst und worauf du achten solltest, erklärt dieser Ratgeber.
Kurz beantwortet: Der SCHUFA-Score wurde im März 2026 eingeführt. Er reicht von 100 bis 999 Punkten und hat fünf Klassen: Hervorragend, gut, akzeptabel, ausreichend und ungenügend. Du kannst ihn nach Registrierung und Identitätsnachweis online einsehen. Die Abfrage ist laut Verbraucherzentrale kostenfrei. Stand: November 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Der neue SCHUFA-Score wurde im März 2026 eingeführt.
- Er bewegt sich auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten.
- Die Bewertung erfolgt in fünf Klassen, von hervorragend bis ungenügend.
- Du kannst deinen Score nach Registrierung online einsehen, mit einem Identitätsnachweis.
- Prüfe deine gespeicherten Daten regelmäßig auf Fehler.
Was ist der SCHUFA-Score?
Der SCHUFA-Score ist eine Bonitätsbewertung. Vertragspartner wie Banken, Mobilfunkanbieter oder Vermieter nutzen solche Werte als Entscheidungshilfe, wenn sie prüfen, ob ein Vertrag mit dir eingegangen werden soll. Der Score ist damit eine Einschätzung auf Basis gespeicherter Daten und kein Urteil über deine Person.
Welche Skala und welche Klassen gelten?
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Wertebereich | 100 bis 999 Punkte |
| Klassen | hervorragend, gut, akzeptabel, ausreichend, ungenügend |
| Einführung | im März 2026 |
| Abruf | online bei der SCHUFA, nach Registrierung und Identitätsnachweis |
Was die einzelnen Klassen im Detail bedeuten, erklärt die Verbraucherzentrale in dem ausgewerteten Text nicht. Ob eine Klasse für einen bestimmten Vertrag ausreicht, entscheidet der jeweilige Anbieter selbst. Frage bei Unklarheiten direkt bei der SCHUFA nach.
Wie kommst du an deinen Score?
- Registriere dich auf der Webseite der SCHUFA für die Online-Auskunft.
- Weise deine Identität nach, etwa mit einem Personalausweis mit aktiver Online-Ausweisfunktion oder per Identifizierung per Brief.
- Rufe deinen Score ab und vergleiche ihn mit deinen Unterlagen.
- Melde Fehler oder veraltete Einträge bei der SCHUFA, damit sie korrigiert werden.
Was bedeutet der Score für dich im Alltag?
Der Score fließt in Entscheidungen ein, wenn du einen Handyvertrag abschließt, eine Wohnung mietest oder einen Kredit beantragst. Ein guter Wert öffnet dir nicht automatisch alle Türen, und ein schwächerer Wert ist kein endgültiges Urteil. Entscheidend ist, dass die zugrunde liegenden Daten stimmen.
Vor allem bei Vertragsabschlüssen als Berufseinsteiger lohnt es sich, den Score vorher anzusehen. So erkennst du rechtzeitig, ob Einträge fehlen, falsch sind oder noch alte Verträge gespeichert sind, die du längst beendet hast.
Welche Daten solltest du prüfen?
- Name, Geburtsdatum und Adresse, die mit deinen Unterlagen übereinstimmen.
- Verträge, die du beendet hast und die noch als offen erscheinen.
- Zahlungsanfragen, die du nicht erkennst.
- Einträge zu Konten oder Verträgen, die gar nicht existieren.
Häufige Fragen
Ist der neue Score dasselbe wie die bisherige Auskunft?
Nein. Der Score ist eine Bewertung, die auf deinen Daten beruht. Die Auskunft zeigt dir die gespeicherten Daten selbst. Beides solltest du getrennt prüfen, denn ein Fehler in den Daten wirkt sich auch auf die Bewertung aus.
Kostet es etwas, den Score abzurufen?
Laut Verbraucherzentrale Niedersachsen kannst du den Score jederzeit kostenfrei online einsehen. Andere Angebote Dritter können Gebühren verlangen. Prüfe vor einer Anmeldung, ob es sich um die Auskunft der SCHUFA selbst handelt.
Wie oft sollte ich meinen Score prüfen?
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die kostenfreie Auskunft regelmäßig einzuholen. So erkennst du fehlerhafte oder veraltete Daten früh, bevor sie bei einem Vertragsabschluss stören.
Kann ich nachvollziehen, wie der Score entsteht?
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die Klassen im Detail nicht erklärt werden. Frage deshalb bei der SCHUFA nach, wenn dir eine Bewertung unklar ist. Du hast ein Recht auf Auskunft über deine gespeicherten Daten.
So gehst du jetzt vor
- Rufe deinen Score online ab und speichere die Angaben sicher.
- Vergleiche die gespeicherten Daten mit deinen Unterlagen.
- Melde Fehler sofort an die SCHUFA und behalte den Schriftverkehr.
- Frage bei einem Vertragsangebot nach, welche Bewertung dafür zählt.
Warum der Score für Studierende und Berufseinsteiger zählt
Gerade wer früh Verträge abschließt, begegnet dem Score zum ersten Mal. Ein Handyvertrag, eine Wohnung oder ein Ratenkauf können davon abhängen, wie deine Daten bewertet werden. Wer seine Daten kennt, kann auf Rückfragen besser antworten und vermeidet unangenehme Überraschungen bei einem Vertragsabschluss.
Datenschutz bei der Abfrage
Für die Abfrage gibst du persönliche Daten und Identitätsnachweise an. Achte deshalb darauf, dass du ausschließlich auf der offiziellen Webseite der SCHUFA eingibst. Phishing-Seiten ahmen Abfragen dieser Art nach, um Daten abzugreifen. Mehr dazu erfährst du im Ratgeber über Phishing an der Bank.
Was du mit dem Score nicht machen solltest
- Gib deine Zugangsdaten nicht an Dritte weiter, die dir eine Auskunft besorgen wollen.
- Bezahle nicht für Versprechen, einen besseren Score garantiert zu liefern.
- Schicke Ausweiskopien nicht unverschlüsselt per E-Mail an unbekannte Absender.
- Ändere deine Adresse oder Daten nicht bei Dritten, ohne die Wirkung zu prüfen.
Wie du dich auf ein Vertragsgespräch vorbereitest
Wenn du einen Vertrag abschließen willst, bei dem eine Bonitätsprüfung stattfindet, hilft eine kurze Vorbereitung. Prüfe vorher deine gespeicherten Daten, damit du Rückfragen beantworten kannst. Notiere dir offene Verträge, Kündigungen und Zahlungen, an die du dich erinnerst, und halte Belege bereit.
- Kopiere deine Score-Angaben und die gespeicherten Daten, bevor du das Gespräch führst.
- Halte Kündigungsbestätigungen und Zahlungsnachweise bereit.
- Frage nach, auf welcher Grundlage der Anbieter entscheidet.
- Notiere dir Name und Datum des Ansprechpartners.
Warum fehlende Daten nicht automatisch schlecht sind
Wer wenig Verträge hat oder erst kürzlich selbstständig Entscheidungen trifft, besitzt oft noch wenig Datenhistorie. Das ist kein Urteil über deine Zahlungsmoral. Trotzdem ist es sinnvoll, die vorhandenen Einträge zu kennen, damit du bei einem Vertragsangebot nicht überrascht wirst. Eine geringe Datenlage kann einen Vertragsabschluss erschweren, ohne dass ein Fehler vorliegt.
Was tust du, wenn der Score falsch wirkt?
Wenn du einen Eintrag für falsch hältst, sammle zunächst die Belege und stelle fest, welcher Vertrag betroffen ist. Schreibe dann an die SCHUFA und beschreibe den Fehler genau. Bitte um eine Bestätigung der Korrektur und prüfe nach einiger Zeit erneut den Score. Bei einem wiederholten Fehler kannst du weitere Schritte prüfen oder dich an eine Verbraucherzentrale wenden.
Welche Fehler im Alltag den Score unnötig belasten
Viele Probleme entstehen nicht durch große Schulden, sondern durch Kleinigkeiten. Eine vergessene Rechnung, ein Handyvertrag, der nach der Kündigung weiterläuft, oder ein Mahnschreiben, das ungeöffnet bleibt, können Einträge nach sich ziehen. Lege daher eine einfache Übersicht deiner laufenden Verträge an und prüfe sie zweimal im Jahr.
- Zahlungen rechtzeitig prüfen, auch bei kleinen Beträgen.
- Verträge nach Kündigung schriftlich bestätigen lassen.
- Mahnungen sofort beantworten, bevor Kosten entstehen.
- Jährlich die Übersicht der laufenden Verträge aktualisieren.
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Stand: November 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und keine individuelle Beratung.